Teilprojekt eines Verbundes

Transplantation von Stammzell-abgeleiteten Photorezeptoren und retinalen Pigmentepithel-Zellen in Mausmodelle mit Netzhaut-Degeneration

Förderkennzeichen: 01EK1613A
Fördersumme: 305.454 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Marius Ader
Adresse: Technische Universität Dresden, Zentrum für Regenerative Therapien Dresden, DFG-Forschungszentrum und Exzellenzcluster (CRTD)
Fetscherstr. 105
01307 Dresden

Der Verlust der lichtsensitiven Zellen des Auges, der Photorezeptoren, und die damit verbundene Verringerung der Sehkraft bis hin zur Blindheit, stellt einen der Hauptgründe für Behinderungen in industrialisierten Ländern dar. Derzeit stehen keine etablierten Therapien für den Ersatz von Photorezeptoren zur Verfügung. Zell-Transplantationen in die Netzhaut stellen einen vielversprechenden Ansatz zum Photorezeptorersatz dar. In diesem Vorhaben wird das Potential von Photorezeptoren, die aus humanen induziert-pluripotenten Stammzellen (hiPS) in der Zellkulturschale von den Kollaborationspartnern hergestellt werden, untersucht. Dazu werden Mausmodelle, die einen vollständigen Verlust von Photorezeptoren aufweisen und somit blind sind, genutzt, um die strukturelle und funktionale Integration der transplantierten Photorezeptoren zu untersuchen. Dabei wird das Überleben, die Ausreifung sowie die therapeutische Wirkung der Spender-Photorezeptoren im Krankheitsmodell analysiert. Bei einigen Erblindungskrankheiten sind neben den Photorezeptoren auch die sogenannten retinalen Pigmentepithelzellen (RPE) betroffen, ohne die Photorezeptoren nicht funktionieren bzw. überleben können. Es werden daher Ko-Transplantationen von hiPS-abgeleiteten Photorezeptoren und RPE Zellen in Mausmodellen durchgegführt, die sowohl einen Photorezeptor als auch einen RPE Verlust aufweisen.