Verbund

NEURON-Verbund DeCipher

Ziel des Verbundes „DeCipher“ ist es, besser zu verstehen wie Fehlbildungen im Gehirn die Signalübertragung von Nervenzellen und deren Verschaltung beeinflussen, um die Grundlagen für effektivere Therapieansätze zu schaffen. Der Verbund untersucht dazu in verschiedenen Tiermodellen mögliche gemeinsame Mechanismen der Übererregbarkeiten von Nervenzellen. Die zu erwartenden Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Mechanismen epileptischer Anfallsentstehung aufzudecken und neue Behandlungs­möglichkeiten zu entwickeln. Der Verbund ist Teil des transnationalen ERA-NET NEURON und umfasst Forschungsgruppen aus Deutschland, Israel und Frankreich. Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist in diesem Vorhaben mit zwei Arbeitsgruppen am Projekt bei der Erzeugung und Untersuchung von Tiermodellen mit Fehlbildungen der Großhirnrinde beteiligt.

Teilprojekte

Entschlüsselung hyperexzitabler, mit Gehirnentwicklungsstörungen assoziierter Netzwerke

Förderkennzeichen: 01EW1606
Gesamte Fördersumme: 300.658 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: PD Dr. Albert Becker
Adresse: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum, Institut für Neuropathologie
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Entschlüsselung hyperexzitabler, mit Gehirnentwicklungsstörungen assoziierter Netzwerke

Fokale Epilepsien stellen schwerwiegende Erkrankungen des Gehirns dar, die häufig nur unzureichend therapierbar sind. Gehirnentwicklungs-assoziierte Läsionen, zu denen insbesondere sogenannte fokale Dysplasien als auch hochdifferenzierte neuroepitheliale Tumoren zählen, sind wesentliche Pathologiemuster in dieser Gruppe von Erkrankungen. Als Rationale wird aufgrund der Vorarbeiten vorgeschlagen, dass der bis heute währende Mangel verbesserter Therapien für entsprechend durch Gehirnentwicklungs-assoziierte Läsionen hervorgerufene Epilepsien auf einem unzureichenden Verständnis der Netzwerkmechanismen aberranter Übererregbarkeit beruht. Übergeordnet wird darauf abgezielt, funktionelle Eigenschaften und Konnektivitätsmuster von neuronalen Zell-Ensembles Gehirnentwicklungs-assoziierter Läsionen als Grundlage effektiverer Therapieansätze besser zu verstehen. Das Hauptziel des Teilprojekts besteht in der Entschlüsselung der Rolle 'dysplastischer Neurone'' in der Entstehung solcher hyperexzitabler Netzwerke.