Teilprojekt eines Verbundes

Personalisierte Therapie der IgA-Nephropathie - Proteomanalyse

Förderkennzeichen: 01KU1922A
Fördersumme: 443.946 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2021
Projektleitung: Dr. Justyna Siwy
Adresse: Mosaiques Diagnostics GmbH
Rotenburger Str. 20
30659 Hannover

IgA-Nephropathie (IgAN) ist die häufigste primäre Glomerulonephritis und eine der Hauptursachen für Dialyse-pflichtige Nierenerkrankungen. Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten, aber es ist unklar, welche Patienten von einer immunsuppressiven Therapie profitieren. Um diesem dringenden Klärungsbedarf der therapeutischen Prognose gerecht zu werden, zielt das Projekt darauf ab, einen auf Urin-Biomarkern basierenden Algorithmus zu entwickeln, der das Ansprechen auf eine spezifische Therapie vorhersagt. Das Projekt basiert auf umfangreichen früheren Arbeiten zu Peptid/Protein-Biomarkern im Urin und zur IgAN-Behandlung durch Mitglieder des Konsortiums. Die Antragsteller haben gezeigt, dass Klassifikatoren auf Basis von Urinpeptiden eine frühzeitige Erkennung und Intervention bei chronischen Nierenerkrankungen ermöglichen, die mit spezifischen proteomischen Urinmustern assoziiert sind. Weitere Studien zeigten das Vorhandensein spezifischer Biomarker für IgAN. Die verwendete Technologie, die Kapillarelektrophorese-gekoppelte Massenspektrometrie (CE-MS), ist eine Routine-Analysetechnik für die individuelle Diagnose, auch in großen randomisierten klinischen Studien. Auf der Grundlage dieser umfangreichen früheren Daten wird der Einsatz von CE-MS als Leitfaden für eine personalisierte Intervention bei IgAN vorgeschlagen. Anhand von Patientenproben mit bekannten Ergebnissen aus mehreren klinischen Zentren werden von Mosaiques Diagnostics Urinpeptide identifiziert, die signifikant mit dem Ansprechen auf eine spezifische Behandlung zusammenhängen. Ein Algorithmus zur Vorhersage der Reaktion basierend auf den Peptiden im Urin und gegebenenfalls auf anderen relevanten Variablen wird in einer unabhängigen Stichprobe entwickelt und getestet.