Verbund

Präklinische mechanistische Analyse von zwei Bakteriophagen-Cocktails gegen multiresistente Pseudomonas aeruginosa und Escherichia coli für die Behandlung von beatmungsassoziierter Pneumonie (MAPVAP)

Die Häufigkeit von Infektionen durch antibiotikaresistente Bakterien nimmt weltweit zu. Besonders beatmete Patienten auf der Intensivstation tragen ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit multiresistenten Erregern, eine sogenannte beatmungsassoziierte Pneumonie führt häufig zum Tod. Die Therapie mit Bakteriophagen stellt eine attraktive therapeutische Möglichkeit dar. Bei lytischen Phagen handelt es sich um Viren, welche mit hoher Spezifität Bakterien infizieren, darin replizieren und die Bakterienzellen lysieren. Phagen sind im Vergleich zu konventionellen Antibiotika selbstdosierend und beeinträchtigen durch ihre Spezifität die mikrobielle Standortflora vermutlich kaum. Bisherige Berichte gehen nicht über die bakterizide Aktivität der verwendeten Phagen hinaus, wodurch klar das mangelnde Verständnis über die wesentlichen Mechanismen der Phagen-Therapie zum Ausdruck kommt.

Im deutsch-französischen Verbundprojekt MAPVAP erfolgen umfassende präklinische Untersuchungen zur genauen mechanistischen Rolle des angeborenen Immunsystems im Rahmen der Phagen-Therapie bei respiratorischen Infektionen, zum Einfluss der Phagen-Therapie auf das vorhandene Mikrobiom und zum Einsatz von Phagen zur Bekämpfung von Biofilmen.

Das Forschungsvorhaben trägt somit im Sinne der Bekanntmachung dazu bei, antimikrobielle Resistenzen in bilateralen Verbünden zu erforschen, Kompetenzen über Grenzen hinweg zu bündeln und damit Fortschritte bei der Bekämpfung und dem Umgang mit antibiotikaresistenten Infektionen zu erzielen.

Die Förderung der französischen Partner erfolgt durch das Ministerium für Hochschulen, Forschung und Innovation der Französischen Republik (Ministère de l'Enseignement supérieur, de la Recherche et de l'Innovation, MESRI).

Teilprojekte

Präklinische mechanistische Analyse von zwei Bakteriophagen-Cocktails gegen multiresistente Pseudomonas aeruginosa und Escherichia coli für die Behandlung von beatmungsassoziierter Pneumonie

Förderkennzeichen: 16GW0247
Gesamte Fördersumme: 498 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Witzenrath
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin - Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Präklinische mechanistische Analyse von zwei Bakteriophagen-Cocktails gegen multiresistente Pseudomonas aeruginosa und Escherichia coli für die Behandlung von beatmungsassoziierter Pneumonie