Teilprojekt eines Verbundes

Q-GAPS - C. burnetii-vermittelte Subversion zellulärer Antigenpräsentation und Organverteilung des Erregers bei Zecken und mögliche Auswirkung auf die Virulenz

Förderkennzeichen: 01KI1726C
Fördersumme: 651.485 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: PD Dr. Michael Knittler
Adresse: Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Südufer 10
17493 Greifswald

Das Friedrich-Loeffler-Institut wird sich mit zwei Teilvorhaben am Verbundprojekt Q-GAPS beteiligen.

Das Gesamtziel von Teilvorhaben A ist die Aufklärung der bisher noch unbekannten Prozesse der Immunsubversion, Antigenpräsentation und zellautonomen Abwehr in Coxiellen-infizierten antigenpräsentierenden Zellen (APCs), welche eine Schlüsselfunktion in der zellulären Immunantwort gegenüber intrazellulären Pathogenen besitzen.

Das Teilvorhaben B untersucht die Rolle der Zecken als Vektoren für die Übertragung von Q-Fieber. Insgesamt soll mit diesen Untersuchungen geklärt werden, inwieweit der in der Literatur postulierte „sylvatische Kreislauf“ für die Epidemiologie des Q-Fiebers eine Rolle spielt. Zur Ermittlung der Vektorkompetenz von Zecken soll ein artifizielles Fütterungsmodel entwickelt und mittels Coxiella Isolaten unterschiedlicher Herkunft getestet werden. Des Weiteren beschäftigt sich das Teilvorhaben B mit Isolat-spezifischen Unterschieden in der Pathogenität und Virulenz. Als Ergebnis sollen Isolat-spezifische Virulenzeigenschaften mittels Proteomanalysen und durch Korrelation mit den Daten aus den Genomanalysen ermittelt werden. Weiterhin sollen bakterielle Marker identifiziert werden, die zur Unterscheidung von zirkulierenden Isolaten beitragen und eine Detektion von besonders virulenten Isolaten ermöglichen können. Beides soll die Implementation von geeigneten Gegenmaßnahmen unterstützen.