Verbund

RESPoNSE - Forschungspraxennetz Süd-Ost

Hausärztinnen und Hausärzte erbringen einen Großteil der gesundheitlichen Versorgung von Patientinnen und Patienten. Kompetente Vorsorge, Therapie und Nachsorge fußen auf Erkenntnissen aus der allgemeinmedizinischen Forschung. Diese wird meist in akademischen Einrichtungen durchgeführt, die über entsprechendes Forschungswissen und -infrastruktur verfügen. Im Gegensatz dazu haben hausärztliche Praxen einen guten Zugang zur Allgemeinbevölkerung mit verschiedensten Krankheitsbildern, oft jedoch nicht zur Forschung.

Mit der BMBF-Fördermaßnahme Forschungspraxen wird die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und ihren Praxisteams mit Universitäten/Universitätskliniken gestärkt. Hierzu werden (über-)regionale Netzwerke aus hausärztlichen Forschungspraxen mit Anbindung an die allgemeinmedizinischen Institute der medizinischen Fakultäten auf- oder ausgebaut. Nach dem strukturellen Aufbau wird die Funktionsfähigkeit dieser Netzwerke in Pilotstudien getestet. Langfristiges Ziel ist es, Studien der klinischen Forschung auch in der Primärversorgung durchzuführen. Des Weiteren soll der nachhaltige Austausch zwischen Forschung und Praxis zu einer besseren Versorgung der Patientinnen und Patienten beitragen.

Im Verbund RESPoNSE soll ausgehend von den allgemeinmedizinischen Einrichtungen der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Uniklinikums Jena über die Aktivierung und Rekrutierung von 500 Praxen der Allgemeinmedizin ein hausärztliches Forschungspraxennetz im Bereich Berlin, Brandenburg und Thüringen aufgebaut werden. Neben dem gemeinsamen Strukturaufbau konzentriert sich der Standort Berlin auf die IT- Entwicklung des Netzwerkes, der Standort Jena auf die Prozess-Evaluation. Gemeinsam führt der Verbund zwei Studien durch: Die erste Studie untersucht die Akzeptanz eines ausgeweiteten Einsatzes medizinischer Fachangestellter (MFAs). Die zweite Pilotstudie adressiert die Durchführung eines erweiterten geriatrischen Basis-Assessments durch MFAs. Dabei wird die Intervention als delegierbare Tätigkeit geprüft.

Teilprojekte

Zentrale Koordination, regionaler Netzwerkaufbau und pilothafte Durchführung allgemeinmedizinischer Studie

Förderkennzeichen: 01GK1902A
Gesamte Fördersumme: 994.781 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Christoph Heintze
Adresse: Charité, Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, Institut für Allgemeinmedizin
Chariteplatz 1
10117 Berlin

Zentrale Koordination, regionaler Netzwerkaufbau und pilothafte Durchführung allgemeinmedizinischer Studie

Angesichts der demographischen Entwicklung steigt die Bedeutung einer umfassenden, hochwertigen und effektiven hausärztlichen Versorgung auf dem Boden einer wissenschaftlichen Grundlage, die die Besonderheiten der Primärversorgung berücksichtigt. Dies beinhaltet sowohl die Erfassung und Darstellung der Versorgungsrealität als auch die Entwicklung und Erprobung versorgungsrelevanter diagnostischer und therapeutischer Interventionen in der Primärversorgung. Zudem weichen die strukturellen Bedingungen für Forschung in der Primärversorgung erheblich von den Forschungsbedingungen im stationären Sektor ab: die räumlich dezentrale Versorgungssituation, die Vielfalt der Leistungserbringer in unterschiedlichen Organisationsformen mit jeweils begrenzten personellen und zeitlichen Ressourcen, das unselektierte Patientenkollektiv mit einer Vielfalt von einfachen und komplexen Krankheitsbildern und einer hohen Rate an chronisch kranken und multimorbiden Patienten stellen Herausforderungen dar, die spezielle Berücksichtigung in der aufzubauenden Forschungsinfrastruktur erfordern. Ziel des geplanten Vorhabens ist es, klinische Forschung in der Allgemeinmedizin strukturell zu etablieren. Dies soll durch den Auf- bzw. Ausbau eines nachhaltigen Netzwerks von und für Forschungspraxen erreicht werden, über das zukünftig verschiedenste unabhängige Forschungsprojekte in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Thüringen durchgeführt werden können. Als Teilziele umfasst das Vorhaben der Charité den nachhaltigen Aufbau eines Netzes aus bestehenden und neu einzuschließenden Hausarztpraxen, die Bereitstellung einer zentralen Infrastruktur, den Kompetenztransfer in die teilnehmenden Praxen und die Partizipation sowohl der beteiligten Praxisteams wie auch von Bürgern und Patienten. Zwei Pilotstudien sind zur Erprobung des Netzwerkes geplant; die begleitende Prozessevaluation erfasst dabei die Machbarkeit des gesamten Vorhabens. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der IT-Infrastruktur.

Regionaler Netzwerkaufbau und pilothafte Durchführung allgemeinmedizinischer Studie

Förderkennzeichen: 01GK1902B
Gesamte Fördersumme: 366.198 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Jutta Bleidorn
Adresse: Universitätsklinikum Jena, Institut für Allgemeinmedizin
Bachstr. 18
07743 Jena

Regionaler Netzwerkaufbau und pilothafte Durchführung allgemeinmedizinischer Studie

Angesichts der demographischen Entwicklung steigt die Bedeutung einer umfassenden, hochwertigen und effektiven hausärztlichen Versorgung auf dem Boden einer wissenschaftlichen Grundlage, die die Besonderheiten der Primärversorgung berücksichtigt. Dies beinhaltet sowohl die Erfassung und Darstellung der Versorgungsrealität als auch die Entwicklung und Erprobung versorgungsrelevanter diagnostischer und therapeutischer Interventionen in der Primärversorgung. Zudem weichen die strukturellen Bedingungen für Forschung in der Primärversorgung erheblich von den Forschungsbedingungen im stationären Sektor ab: die räumlich dezentrale Versorgungssituation, die Vielfalt der Leistungserbringer in unterschiedlichen Organisationsformen mit jeweils begrenzten personellen und zeitlichen Ressourcen, das unselektierte Patientenkollektiv mit einer Vielfalt von einfachen und komplexen Krankheitsbildern und einer hohen Rate an chronisch kranken und multimorbiden Patienten stellen Herausforderungen dar, die spezielle Berücksichtigung in der aufzubauenden Forschungsinfrastruktur erfordern. Ziel des geplanten Vorhabens ist es, klinische Forschung in der Allgemeinmedizin strukturell zu etablieren. Dies soll durch den Auf- bzw. Ausbau eines nachhaltigen Netzwerks von und für Forschungspraxen erreicht werden, über das zukünftig sehr verschiedene unabhängige Forschungsprojekte in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Thüringen durchgeführt werden können. Als Teilziele umfasst das Vorhaben den nachhaltigen Aufbau eines Netzes aus bestehenden und neu einzuschließenden Hausarztpraxen, die Bereitstellung einer zentralen Infrastruktur, den Kompetenztransfer in die teilnehmenden Praxen und die Partizipation sowohl der beteiligten Praxisteams wie auch von Bürgern und Patienten. Zwei Pilotstudien sind zur Erprobung des Netzwerkes geplant; die begleitende Prozessevaluation erfasst dabei die Machbarkeit des gesamten Vorhabens.