Verbund

SELENIUS

Eine ausgewogene Ernährung bzw. bestimmte Komponenten in der Nahrung scheinen die neuronale Entwicklung des Ungeborenen während der Schwangerschaft sowie von Babys und Kleinkindern positiv zu beeinflussen. Zu solchen Nahrungskomponenten könnten langkettige, ungesättigte Fettsäuren und einige Spurenelemente, wie Eisen, Zink, Jod und Selen zählen. Die Erkenntnislage ist zurzeit jedoch inkonsistent, da viele Untersuchungen mit methodischen Schwierigkeiten belastet sind. Der Verbund „SELENIUS“ erforscht in diesem Zusammenhang die spezifische Rolle von Selen auf die neuronale und kognitive Entwicklung in Abgrenzung zu anderen Nahrungskomponenten und Spurenelementen. Hierbei werden als zentraler Mechanismus der sog. „oxidative Stress“ sowie Entzündungsreaktionen erforscht, die ein Bindeglied zwischen Ernährung, peripheren Geweben und Entwicklungsprozessen im Gehirn sein könnten. Anhand von verschiedenen Forschungsansätzen werden im Tiermodell diese Mechanismen charakterisiert und schließlich in Bezug zu einer großen epidemiologischen Humanuntersuchung gesetzt.

Teilprojekte

Selen im frühen Lebensstadium zur Stärkung der neuronalen Entwicklung unter widrigen Umständen

Förderkennzeichen: 01EA1604
Gesamte Fördersumme: 402.807 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Dr. Sascha Sauer
Adresse: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Selen im frühen Lebensstadium zur Stärkung der neuronalen Entwicklung unter widrigen Umständen

Ziel der Verbundarbeiten ist es, einen neuen biologischen Mechanismus aufzuklären, der bei Erfolg einen bedeutsamen Ansatzpunkt für ernährungsbasierte Präventionsstrategien darstellen und zu neuen Empfehlungen für die Ernährung von Schwangeren, Babys und Kleinkindern führen könnte. Insbesondere soll die (Stress-protektive) Rolle von Selen bei der frühkindlichen Entwicklung neuronaler Funktionen molekular untersucht und somit besser verstanden werden.