Fördermaßnahme

Strukturaufbau - Nachwuchsgruppen

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2015
Förderzeitraum: 2016 - 2022
Gesamte Fördersumme: bis zu 6,6 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 6

Damit die Versorgungsforschung in Deutschland gestärkt und vernetzt wird, unterstützt das BMBF den Strukturaufbau in der Versorgungsforschung. Dies geschieht über zwei Fördermodule:

Kooperationsnetze in der Versorgungsforschung
Das Fördermodul dient dazu, die vorhandenen Kapazitäten an den einzelnen Standorten effektiv und nachhaltig zu bündeln und die Vernetzung zu verbessern. Dabei steht die intensive multiprofessionelle und interdisziplinäre Betreuung von Patientinnen und Patienten im Fokus - auch über Sektorengrenzen hinweg.

Nachwuchsgruppen für die Versorgungsforschung
Exzellente Nachwuchskräfte können ihr eigenes Projekt konzipieren und dafür Förderung zum Aufbau ihrer Arbeitsgruppe beantragen. Engagierte Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden ermutigt, den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Versorgungsforschung zu unterstützen.

Einzelprojekte

ASPIRED – Messung von Patientenorientierung mittels patientenberichteter Erfahrungsmaße

Förderkennzeichen: 01GY1614
Gesamte Fördersumme: 1.167.742 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2022
Projektleitung: Dr. Isabelle Scholl
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Martinistr. 52
20251 Hamburg

ASPIRED – Messung von Patientenorientierung mittels patientenberichteter Erfahrungsmaße

Die Studie hat folgende Ziele: 1. Erfassung der Relevanz verschiedener Dimensionen der Patientenorientierung aus Patientenperspektive; 2. Entwicklung und psychometrische Überprüfung eines Kernsatzes patientenberichteter Erfahrungsmaße zur Messung verschiedener Dimensionen der Patientenorientierung; 3. Untersuchung der Machbarkeit einer Implementierung dieses Kernsatzes in der Routineversorgung. Die Entwicklung des Kernsatzes patientenberichteter Erfahrungsmaße zur Erfassung von Patientenorientierung hat zum Ziel die von Patientinnen und Patienten erlebte Patientenorientierung in Versorgungsstrukturen messbar zu machen.

Chronischer Kopfschmerz bei Jugendlichen: Die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen aus Patientenperspektive

Förderkennzeichen: 01GY1615
Gesamte Fördersumme: 1.262.611 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2022
Projektleitung: Dr. Julia Wager
Adresse: Private Universität Witten/Herdecke gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln
Dr. -Friedrich-Steiner Str. 5
45711 Datteln

Chronischer Kopfschmerz bei Jugendlichen: Die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen aus Patientenperspektive

Kopfschmerzen stellen ein zunehmendes Gesundheitsproblem im Jugendalter dar und führen häufig zu einer Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Im deutschen Gesundheitssystem sind niedergelassene Kinder- und Jugendärzte/innen der erste Kontakt für pädiatrische Patientinnen/Patienten mit Schmerzen. Die Gründe für die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen aufgrund von wiederkehrenden Kopfschmerzen sowie die Erwartungen der Patientinnen/Patienten und ihrer Eltern an einen Arztbesuch sind bislang nicht bekannt. Diese Informationen sind jedoch notwendig, um eine patientenorientierte Versorgung anzubieten. Im Rahmen dieses Projektes sollen Prädiktoren der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen bei Jugendlichen mit Kopfschmerzen untersucht werden, sowie Erwartungen der Jugendlichen und ihrer Eltern an einen Arztbesuch. Basierend auf diesen Erkenntnissen soll eine Kopfschmerzintervention für die Anwendung in der pädiatrischen Primärversorgung entwickelt werden, die anschließend evaluiert wird. Über die wissenschaftlichen Fragestellungen hinaus soll im Rahmen des Projektes ein Forschungsnetzwerk in Schulen und pädiatrischen Praxen aufgebaut sowie ein elektronisches Erhebungsinstrument entwickelt werden.

Messung von Patientenorientierung mittels patientenberichteter Erfahrungsmaße (ASPIRED)

Förderkennzeichen: 01GY1614
Gesamte Fördersumme: 1.167.742 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2022
Projektleitung: Dr. Isabelle Scholl
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Messung von Patientenorientierung mittels patientenberichteter Erfahrungsmaße (ASPIRED)

Die Studie hat folgende Ziele: 1. Erfassung der Relevanz verschiedener Dimensionen der Patientenorientierung aus Patientenperspektive; 2. Entwicklung und psychometrische Überprüfung eines Kernsatzes patientenberichteter Erfahrungsmaße zur Messung verschiedener Dimensionen der Patientenorientierung; 3. Untersuchung der Machbarkeit einer Implementierung dieses Kernsatzes in der Routineversorgung. Die Entwicklung des Kernsatzes patientenberichteter Erfahrungsmaße zur Erfassung von Patientenorientierung hat zum Ziel die von Patientinnen und Patienten erlebte Patientenorientierung in Versorgungsstrukturen messbar zu machen.

Die Optimierung der Versorgung von Depressionen im Alter: Akzeptanz, Wirksamkeit und Kosteneffektivität des internetbasierten Selbstmanagementprogramms "Trauer und Verlust” (AgE-health.de)

Förderkennzeichen: 01GY1613
Gesamte Fördersumme: 846.937 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2021
Projektleitung: Dr. Janine Stein
Adresse: Universitätsklinikum Leipzig, Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health
Philipp-Rosenthal-Str. 55
04103 Leipzig

Die Optimierung der Versorgung von Depressionen im Alter: Akzeptanz, Wirksamkeit und Kosteneffektivität des internetbasierten Selbstmanagementprogramms "Trauer und Verlust” (AgE-health.de)

Depressionen zählen zu den häufigsten Erkrankungen im Alter und stellen eine große Herausforderung für die medizinische Versorgung und das Gesundheitssystem dar. Mit zunehmendem Alter werden der Verlust des Ehepartners und andere Verluste wahrscheinlicher, wie z. B. der Verlust der Kinder, welche mit oftmals verheerenden Folgen einhergehen. Verluste und Trauer können daher maßgeblich zur Entwicklung von Depressionen im Alter beitragen und das Wohlbefinden und die Rollenfunktion maßgeblich beeinflussen. Dennoch bleiben Depressionen im Alter häufig unerkannt, unterversorgt oder unbehandelt. Selbstmanagementinterventionen, wie die computergestützte kognitive Verhaltenstherapie, stellen eine effektive Zusatzkomponente im Rahmen der Behandlung von Depressionen im Alter dar. Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Überprüfung der Akzeptanz, Machbarkeit, Effektivität und Kosteneffektivität des internetbasierten Selbstmanagementprogramms "Trauer und Verlust". Dieses Projekt würde damit erstmals für Deutschland ein internetbasiertes Selbstmanagementprogramm zum Thema Trauer und Verlust vorlegen.

Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Psychotherapeuten: Eine Studie zur Implementierung von Videokonsultationen (PROVIDE)

Förderkennzeichen: 01GY1612
Gesamte Fördersumme: 1.285.618 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2021
Projektleitung: Dr. Markus Haun
Adresse: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Psychotherapeuten: Eine Studie zur Implementierung von Videokonsultationen (PROVIDE)

Die im Rahmen des Aktionsplans Versorgungsforschung geförderte BMBF-Nachwuchsgruppe PROVIDE hat zum Ziel, die psychosoziale Versorgung von Patienten mit depressiven und/oder Angststörungen in der Hausarztpraxis zu verbessern. Angesichts der steigenden Zahl an multimorbiden Menschen mit psychischen Störungen, die keine adäquate Behandlung bekommen, sind innovative Versorgungsformen vonnöten. Unter dem Begriff collaborative care hat sich die Behandlung von psychischen Störungen durch Psychotherapeuten in der Hausarztpraxis als eine effektive Form der Breitenversorgung erwiesen. Allerdings ist dieses Versorgungsmodell in kleinen und ländlichen Praxen ressourcenbedingt oft schwer zu verwirklichen. In PROVIDE sollen daher psychotherapeutische Videokonsultationen in der Hausarztpraxis eingeführt werden. Diese Konsultationen beinhalten v. a. Diagnostik, Behandlungsplanung und Krisenintervention oder Kurzzeitpsychotherapie. PROVIDE umfasst drei Studienabschnitte: eine Bedarfsanalyse, eine Pilotstudie und eine große Implementierungsstudie. Im ersten Studienabschnitt erfolgt über eine Sekundärdatenanalyse die Charakterisierung von unterversorgten Patienten als Zielgruppe. Zusätzlich werden Patienten und alle an der Versorgung beteiligten Akteure zu Hindernissen, förderlichen Faktoren sowie Kernbestandteilen einer auf Videokonsultationen basierten Intervention befragt. Im zweiten Studienabschnitt wird auf Basis der Bedarfsanalyse die PROVIDE-Intervention maßgeschneidert spezifiziert. Diese Intervention wird dann in einigen Hausarztpraxen pilotiert und bzgl. Machbarkeit evaluiert. Im dritten Studienabschnitt wird das weiter optimierte Interventionsmodell in einer cluster-randomisierten Studie regional in insgesamt 19 Praxen implementiert und evaluiert. Primärer Zielparameter bei der Implementierung ist der Umfang, in dem eine adäquate psychosoziale Versorgung in der Routine stattfindet.

Entwicklung und Evaluation kontextspezifischer Interventionen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Asylsuchenden (RESPOND)

Förderkennzeichen: 01GY1611
Gesamte Fördersumme: 1.131.222 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2021
Projektleitung: Dr. Kayvan Bozorgmehr
Adresse: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Medizinische Klinik - Innere Medizin II, Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung
Im Neuenheimer Feld 130.3
69120 Heidelberg

Entwicklung und Evaluation kontextspezifischer Interventionen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Asylsuchenden (RESPOND)

Steigende internationale Flüchtlingsströme stellen das deutsche Gesundheitssystem vor die Herausforderung, eine angemessene Versorgung für diese vulnerable Bevölkerungsgruppe sicherzustellen. Die Systemantwort im Bereich der Versorgung von Asylsuchenden ist durch internationale, nationale sowie föderale Regelwerke bestimmt und häufig durch Unter-, Über- und Fehlversorgung gekennzeichnet. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Evaluation von Maßnahmen, welche individuelle und organisationsbezogene Barrieren einer effektiven Versorgung im Licht rechtlicher Rahmenbedingungen überwinden. Dadurch soll einerseits die Systemantwort verbessert, d. h. effektiver, effizienter und bedarfsgerechter, werden. Andererseits sollen sie zur Verbesserung gesundheitsbezogener Zielvariablen bei Asylsuchenden führen.

Allgemeine ambulante Palliativversorgung in der hausärztlichen Praxis (ALLPRAX)

Förderkennzeichen: 01GY1610
Gesamte Fördersumme: 897.046 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2021
Projektleitung: Dr. Stephanie Stiel
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Allgemeinmedizin
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Allgemeine ambulante Palliativversorgung in der hausärztlichen Praxis (ALLPRAX)

Die Stärkung der Rolle niedergelassener Hausärtzinnen und Hausärzte in der Palliativversorgung sowie die Gewährleistung einer engen Kooperation mit spezialisierten Leistungserbringern wurden als vorrangige Prioritäten für den weiteren Ausbau der Palliativversorgung in Deutschland identifiziert. Trotz erster gesundheitspolitischer Initiativen bestehen weiterhin strukturelle, prozessuale sowie ökonomische Barrieren bei der erfolgreichen Implementierung allgemeiner Palliativversorgung in der Hausarztpraxis. Zielsetzung des Projekts ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Umsetzung ambulanter Palliativversorgung durch niedergelassene Hausärzt/innen. Teilziele sind: (a) die systematische Analyse von Determinanten allgemeiner Palliativversorgung in der Hausarztpraxis (b) die Entwicklung eines maßgeschneiderten Handlungspakets zur Integration der neuen Prozesse in die tägliche Praxis; und (c) die Evaluation im Sinne der praktischen Handhabbarkeit und der Auswirkungen auf die Patientenversorgung.