Teilprojekt eines Verbundes

Vorhersage von Versorgungspfaden bei Erwachsenen mit Rückenschmerzen

Förderkennzeichen: 01EC1902B
Fördersumme: 148.364 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2021
Projektleitung: PD Dr. Dr. Carsten Oliver Schmidt
Adresse: Universitätsmedizin Greifswald, Institut für Community Medicine, Abt. Study of Health in Pomerania, Klinisch-epidemiologische Forschung (SHIP-KEF)
Walther-Rathenau-Str. 48
17489 Greifswald

Der TARISMA-Verbund bringt Forscher mit epidemiologischer Expertise und Zugang zu belastbaren Datenquellen zusammen, um durch gezielte Versorgungsforschung Lücken in der Versorgung zu erkennen und die Qualität der Versorgung von Patienten mit rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen zu verbessern. Neben entzündlich-rheumatischen Krankheitsbildern werden nicht-entzündliche chronische Rückenschmerzen betrachtet. Der Forschungsverbund untersucht spezifische Lebensphasen und Risikokonstellationen, die den Verlauf der Erkrankungen beeinflussen können. Mit Hilfe von Krankenkassendaten sowie Daten aus bevölkerungsbezogenen Kohorten und rheumatologischen Krankheits- und Behandlungsregistern wird untersucht, wie sich definierte Risikokonstellationen in Versorgungsverläufen und -ergebnissen abbilden. Neue Methoden zur Gewinnung von Daten direkt von den Patienten werden implementiert, und die Ergebnisse werden mit bestehenden Datenbanken verknüpft. Die in den einzelnen Teilprojekten erzielten Ergebnisse werden im gesamten Konsortium diskutiert, um in allen Vorhaben von der im Verbund vorhandenen Expertise profitieren zu können. In diesem Vorhaben werden nicht-entzündliche chronische Rückenschmerzen auf Basis der SHIP-Trend Studie unter Nutzung von primären Studiendaten und Versorgungsdaten untersucht. Der Fokus liegt auf Zusammenhängen zwischen selbstberichteten Rückenschmerzen, verwandten biopsychosozialen Risikofaktoren und der Inanspruchnahme des Gesundheitswesens auf den Verlauf der Rückenschmerzen. Hauptziel des Verbundes ist es, Ärzten und gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern Informationen zur Verfügung zu stellen, welche Patientengruppen aufgrund ihrer Lebenssituation oder spezifischen Krankheitsbelastung einem erhöhten Risiko einer unzureichenden Versorgung oder ungünstiger Behandlungsergebnisse ausgesetzt sind. Dies dient sowohl der klinischen Entscheidungsfindung als auch der Planung neuer interdisziplinärer Versorgungskonzepte.