Verbund

ANDEMIA - Afrikanisches Netzwerk für verbesserte Diagnostik, Epidemiologie und Management häufig vorkommender Infektionskrankheiten

Das deutsch-afrikanische Gesundheitsforschungsnetzwerk ANDEMIA hat zur Aufgabe, länderübergreifend respiratorische und gastrointestinale Krankheiten und akute Fieber unbekannten Ursprungs, sowie die Ausbreitung von multiresistenten Erregern in Sub-Sahara Afrika zu bekämpfen. Solche gewöhnlichen Krankheiten werden oft in Förderprogrammen internationaler Forschungsinstitute und lokaler Gesundheitsbehörden vernachlässigt, zählen jedoch insbesondere bei Kindern zu den Hauptursachen von Krankheits- und Todesfällen in Afrika. ANDEMIA bedient sich dabei eines Sentinel-Surveillance-Systems, innerhalb dessen relevante Daten an strategisch platzierten Kliniken in den afrikanischen Partnerländern Elfenbeinküste, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo und Republik Südafrika erhoben werden. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden nicht nur positive Auswirkungen auf die Krankenversorgung in den betreffenden Regionen haben, sondern auch von hohem Interesse für die internationale Wissenschaftsgemeinschaft hinsichtlich der weltweiten Ausbreitung von Erregern und deren "Reservoir-Regionen" sein. Weiterer integraler Bestandteil ist ein Weiterbildungsplan des wissenschaftlichen Nachwuchses, welcher zu einer nachhaltigen Zusammenarbeit Deutschlands mit den afrikanischen Partnerländern beitragen wird.

Teilprojekte

Fort- und Weiterbildung

Förderkennzeichen: 01KA1660
Gesamte Fördersumme: 435.000 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2021
Projektleitung: Dr. Matthias Borchert
Adresse: Robert Koch-Institut (RKI)
Nordufer 20
13353 Berlin

Fort- und Weiterbildung

Das deutsch-afrikanische Gesundheitsnetzwerk ANDEMIA wird respiratorische, gastrointestinale Krankheiten und akut fieberhafte Erkrankungen unbekannter Ursache sowie das Vorkommen multiresistenter Krankheitserreger erforschen und bekämpfen. Auf deutscher Seite koordiniert das Robert Koch-Institut bereits die Forschungsaktivitäten. In diesem Teilprojekt geht es um die Koordination der Aktivitäten des "Individual Capacity Strengthening", unterteilt in kurzfristige und mittel- bis langfristige Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung. Kurzfristig: Auf der Basis einer Bedarfserhebung sind 10 verschiedene Fortbildungsmaßnahmen als prioritär identifiziert worden, die den Mitarbeitern afrikanischer Netzwerkmitglieder angeboten und grundsätzlich von Netzwerkmitgliedern selbst veranstaltet werden. Mittel- bis langfristig: Hierunter fallen Weiterbildungen auf Master, PhD und Postdoc-Ebene. Es werden ausgeschrieben: 8 Masterstipendien für Teilnehmer aus Côte d’Ivoire, Burkina Faso und Demokratischer Republik Kongo, für Studiengänge an den Universitäten Kinshasa, Pretoria und der Charité; 11 dreieinhalbjährige Sandwich-PhD Stipendien für Teilnehmer aus Côte d’Ivoire, Burkina Faso, DR Kongo und Südafrika, eingeschrieben an den Universitäten Abidjan, Ouagadougou, Kinshasa und Pretoria, mit 6-monatigen Aufenthalten an der Universität Pretoria, dem National Institute of Communicable Diseases Johannesburg und am RKI; 16 zweijährige postdoc Stipendien. Die Einrichtung eines "PhD in International Health"-Studiengang an der Charité, der in Zukunft allen geeigneten Kandidaten zur Verfügung stehen soll, ist angedacht.

Teilprojekt RKI

Förderkennzeichen: 01KA1606
Gesamte Fördersumme: 1.292.236 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2021
Projektleitung: Dr. Fabian H. Leendertz
Adresse: Robert Koch-Institut (RKI), Abt. für Infektionskrankheiten
Nordufer 20
13353 Berlin

Teilprojekt RKI