Verbund

BerlinHECOR: Gesundheitsökonomisches Zentrum Berlin "Leistungsmessung und -bewertung des deutschen Gesundheitssystems"

Das gesundheitsökonomische Zentrum Berlin (BerlinHECOR) besteht aus den Kooperationspartnern Technische Universität Berlin und der Charité. Das Zentrum verfolgt das Ziel, die Leistungsmessung und -bewertung des deutschen Gesundheitssystems weiter zu entwickeln. Hierzu sollen Methoden und Indikatoren entwickelt werden, die sich an den Zielen des WHO Health System Framework orientieren. Die einzelnen Bereiche des Health System Framework lauten: 1) Bevölkerungsgesundheit, 2) Messung von Ungleichheit in Gesundheit und Gesundheitsversorgung, 3) Reaktionsfähigkeit des Systems auf gerechtfertigte Ansprüche und 4) Effizienz der Gesundheitsversorgung. Das Zentrum baut auf den Erkenntnissen der vergangenen Förderphase auf, bearbeitet inhaltlich jedoch neue Forschungsfragen. Die Ergebnisse des Forschungsprogramms sollen zu einer transparenteren Leistungserfassung und -bewertung des deutschen Gesundheitswesens beitragen und eine evidenzbasierte Gesundheitspolitik ermöglichen. Darüber hinaus sollen die in der ersten Förderphase aufgebauten gesundheitsökonomischen Forschungsstrukturen in Berlin weiter ausgebaut sowie die Anbindung an den internationalen Forschungsstand gefestigt werden. Ein weiteres wichtiges Ziel des Zentrums besteht in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Gesundheitsökonomie, weshalb ein strukturiertes Nachwuchsförderungsprogramm durchgeführt werden soll.

Teilprojekte

Teilvorhaben der TU Berlin mit Teilprojekten: Nachwuchsforschergruppe MeDIoRI, FINSUNG, captureACCESS, IPHA sowie weiteren Maßnahmen des Zentrums

Förderkennzeichen: 01EH1604A
Gesamte Fördersumme: 1.665.283 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Reinhard Busse
Adresse: Technische Universität Berlin, Fakultät VII - Wirtschaft und Management, Institut für Technologie und Management, Fachgebiet Management im Gesundheitswesen
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin

Teilvorhaben der TU Berlin mit Teilprojekten: Nachwuchsforschergruppe MeDIoRI, FINSUNG, captureACCESS, IPHA sowie weiteren Maßnahmen des Zentrums

BerlinHECOR zielt auf eine Verstetigung der gesundheitsökonomischen Forschung am Standort Berlin mit (inter)nationaler Sichtbarkeit, um langfristig adäquate Strukturen zur Nachwuchsförderung sicherzustellen. Die Nachwuchsgruppe MeDIoRI zielt auf eine umfassende Bewertung regulatorischer Maßnahmen für den Bereich der Medizinprodukte. Projekt FINSUNG legt den Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung gesundheitsökonomischer Modelle und untersucht finanzielle Zugangsbarrieren sowie Ungleichheiten im deutschen Gesundheitssystem. Projekt CaptureACCESS untersucht Unterschiede zwischen geographischen und wahrgenommenen Zugangsbarrieren zur Gesundheitsversorgung. Projekt IPHA analysiert Unterschiede in der Bewertung des Gesundheitssystems zwischen verschiedenen Nutzergruppen.

Patienten und Leistungserbringungsstrukturen im deutschen Gesundheitswesen. Teilprojekt der Charité: Patienten- und Leistungserbringerstrukturen im deutschen Gesundheitswesen (PASS)

Förderkennzeichen: 01EH1604B
Gesamte Fördersumme: 259.120 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2020
Projektleitung: Prof. Stefan Willich
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie
Luisenstr. 57
10117 Berlin

Patienten und Leistungserbringungsstrukturen im deutschen Gesundheitswesen. Teilprojekt der Charité: Patienten- und Leistungserbringerstrukturen im deutschen Gesundheitswesen (PASS)

Das Ziel des Teilprojekts besteht in der Analyse der Leistungsinanspruchnahme im Gesundheitswesens auf Basis von Daten der NaKo – einer seit 2014 laufenden, prospektiven, bevölkerungsbezogenen Kohortenstudie mit geplanten 200.000 Probanden. Methodisch wird das übergeordnete Ziel verfolgt das Analysepotenzial der NaKo zur Beantwortung gesundheitsökonomischer Fragestellungen zu evaluieren und beispielhaft zu nutzen. Inhaltlich sollen zum einen mögliche ökonomische Konsequenzen von Arzneimittelinteraktionen durch potenziell inadäquate Medikationen (PIM) sowie PIM-auslösende Faktoren analysiert werden. Zum anderen sollen patientenbezogene Faktoren bestimmt werden, die die Inanspruchnahme und Bewertung von Gesundheitsleistungen beeinflussen. Barrieren des Zugangs und der Inanspruchnahme gesundheitlicher Leistungen sollen zusätzlich in einer Migrantenstichprobe, die im Rahmen der NaKo rekrutiert wurde, eingehend untersucht werden.