Verbund

DOMINO-HD - Ansatzpunkte zur Verbesserung der Prognose bei der Huntington-Krankheit (HD) durch Modifikation des Lebensstils

Die Huntington-Krankheit (HD) ist eine lebensbegrenzende neurodegenerative Erkrankung. Gegenwärtig ist keine Behandlung etabliert, die ihren progressiven Verlauf beeinflusst. Eine verbesserte evidenzbasierte Symptombewertung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Optimierung des Krankheitsmanagements. Dieses Projekt zielt darauf ab, die wichtigsten Umweltfaktoren zu identifizieren, die den Verlauf der HD beeinflussen.

Das Vorhaben der Universität Ulm ist Teil des transnationalen Konsortiums DOMINO-HD. Der Verbund wird moderne digitale Technologien nutzen, um den Einfluss verschiedener Umweltfaktoren auf die HD besser zu verstehen. Im Vorhaben wird eine Plattform zur Erhebung von einschlägigen Daten entwickelt und evaluiert. Sensorgestützte Bewegungs-, Schlaf- und Ernährungsdaten von Betroffenen werden erhoben und mit klinischen Daten zur Bewertung des HD-Schweregrades abgeglichen. Dadurch wollen die Forschenden neue Ansatzpunkte für Interventionen und für die Gestaltung eines Lebensstils identifizieren, der den Verlauf der HD positiv beeinflussen kann. Menschen mit HD, ihre Familien sowie Betreuerinnen und Betreuer sind als Forschungspartner an dem Projekt beteiligt.

Im EU-Programm zur Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen (EU Joint Programme – Neurodegenerative Disease Research, JPND) arbeiten EU-Mitglieds- und assoziierte Staaten sowie Kanada und Australien zusammen. Hierdurch soll die Forschung auf diesem Gebiet transnational gebündelt und gestärkt werden.

Teilprojekte

Ansatzpunkte zur Verbesserung der Prognose bei der Huntington-Krankheit (HD) durch Modifikation des Lebensstils

Förderkennzeichen: 01ED1902
Gesamte Fördersumme: 679.730 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. G. Bernhard Landwehrmeyer
Adresse: Universität Ulm, Universitätsklinikum, Klinik für Neurologie
Oberer Eselsberg 45
89081 Ulm

Ansatzpunkte zur Verbesserung der Prognose bei der Huntington-Krankheit (HD) durch Modifikation des Lebensstils

Die Huntington-Krankheit (HK) ist eine progressive lebensbegrenzende neurodegenerative Erkrankung. Gegenwärtig ist keine Behandlung etabliert, die den progressiven Verlauf der HK beeinflußt. Zusätzlich zur klinischen Forschung ist es unerlässlich, neue, evidenzbasierte Gesundheitsmaßnahmen und -strategien zu identifizieren. Dieses Projekt zielt darauf ab, die wichtigsten Umweltfaktoren zu finden, an denen angesetzt werden kann, um den Verlauf der HK möglichst günstig zu gestalten. Im Rahmen des JPND Programms wird das multinationale und inter-/multidisziplinäre Konsortium moderne, leistungsfähige digitale Technologien nutzen, um unser Verständnis der kausalen Rolle verschiedener Umweltfaktoren bezüglich der HK zu vertiefen. Als wissenschaftliche und technische Arbeitsziele des Vorhabens wird 1) eine digital unterstützte Plattform zur Erhebung von einschlägigen Daten entwickelt und evaluiert, 2) prospektiv, unter natürlichen Bedingungen Daten bei HK-Betroffenen erhoben und 3) diese sensorgestützten Bewegungs- und Schlafdaten mit der Erfassung von Ernährungsgewohnheiten und klinischen Daten zur Bewertung des HK-Schweregrades abgeglichen, um sie schließlich kausal im Zusammenspiel mit verschiedenen Umweltfaktoren auf den Phänotyp der HK zu untersuchen. Es wird eine prädiktive Modellierung verwendet, um modifizierbare Umweltfaktoren zu identifizieren, die Einfluss auf Phänotyp und Verlauf der HK haben. Genetische Modifikatoren (wie z. B. die Wiederholungslänge der CAG-Triplets) werden bei dieser Analyse ebenfalls berücksichtigt. Menschen mit HK, ihre Familien und Betreuer sind als Forschungspartner beteiligt. Eine verbesserte evidenzbasierte Symptombewertung ist wesentlich für die Optimierung des Krankheitsmanagements.