Teilprojekt eines Verbundes

Entwicklung prognostischer Biomarker und neuer Therapiestrategien

Förderkennzeichen: 01KT1907A
Fördersumme: 280.213 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Lorenz Trümper
Adresse: Georg-August-Universität Göttingen, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät, Zentrum Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

Periphere T-Zell Lymphome (PTCL) sind eine seltene und biologisch heterogene Gruppe lymphatischer bösartiger Tumore. Mit aktuell zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten kann jedoch für die Mehrzahl der Patienten keine dauerhafte Heilung erreicht werden. Periphere T-Zell Lymphome kehren nach einer positiven Behandlung häufig wieder, eine Heilung ist dann meist nicht möglich und die Patienten versterben. Die Mechanismen hierfür sind aktuell noch unklar und es gibt keine klinisch anwendbaren prädiktiven Biomarker, die eine rationale Therapiestratifizierung erlauben würden. Ferner ist das Verständnis von den zugrundeliegenden genetischen und epigenetischen Alterationen noch immer unvollständig, was die Entwicklung innovativer Therapien behindert. In dem Projekt wird eine Biobank von klinisch annotierten, umfangreich pathologisch charakterisierten T-Zell Lymphomproben aufgebaut. Dieses Material wird umfangreich genetisch und epigenetisch charakterisiert, um die Mechanismen aufzudecken, die die Biologie und das klinische Verhalten der Erkrankungen bedingen. Die identifizierten genetischen und epigenetischen Alterationen werden mit klinischen Endpunkten korreliert. Ziel ist es, prädiktive Biomarker zu entwickeln und damit langfristig die Behandlung und Heilung von PTCL zu verbessern. Der internationale Verbund wird durch die Universität Göttingen koordiniert. Ferner wird hier eine internationalen Biobank klinisch annotierter T-Zell Lymphomproben aufgebaut und eine genetische Charakterisierung klinisch annotierter T-Zell Lymphome mittels Whole-Exome Sequenzierung durchgeführt.