Verbund

FiberTag

Unausgewogene Ernährung, unvorteilhafte Lebensstile sowie Adipositas sind wichtige Faktoren bei der Entstehung vieler chronischer Erkrankungen. Daher besteht ein großes Interesse zu erforschen, wie Ernährung den Gesundheitsstatus beeinflusst. Hierzu ist es erforderlich, die Ernährung und den Ernährungszustand messbar zu erfassen und den Übergang von Gesundheit zu Krankheit frühzeitig und verlässlich festzustellen.

In der gemeinsamen Programminitiative „Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben“ (JPI HDHL) arbeiten EU-Mitgliedsstaaten, Assoziierte Staaten sowie die Länder Kanada und Neuseeland zusammen. Hierdurch soll die Ernährungsforschung transnational gebündelt und gestärkt werden. Ziel der transnationalen Fördermaßnahme „Biomarker für Ernährung und Gesundheit“ der JPI HDHL ist es, neue Biomarker zu identifizieren, die den Ernährungszustand erfassen und damit zur Aufklärung der Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit beitragen können.

In diesem Kontext sollen im Verbund „FiberTAG“ Biomarker identifiziert werden, die den Einfluss der durch die Nahrung aufgenommenen Ballaststoffe auf Veränderungen der Darmbarriere anzeigen können. Hierbei soll die Ballaststoffaufnahme in bereits existierenden Kohorten mit übergewichtigen Patientinnen und Patienten analysiert werden und mit positiven Effekten auf das Darmmikrobiom und die Darmbarriere in Zusammenhang gebracht werden.

Aus den Ergebnissen dieses Verbundes können Behandlungsempfehlungen zur Stabilisierung einer gesunden Darmbarriere durch eine optimierte Ballaststoffaufnahme entwickelt werden.

Teilprojekte

Analyse der Aufnahme von Ballaststoffen und deren Bedeutung für die Gesundheit durch Messungen von Darmmikrobiota-assoziierten Biomarkern

Förderkennzeichen: 01EA1701
Gesamte Fördersumme: 245.657 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Stephan C. Bischoff
Adresse: Universität Hohenheim, Fakultät Naturwissenschaften, Institut für Ernährungsmedizin
Fruwirthstr. 12
70599 Stuttgart

Analyse der Aufnahme von Ballaststoffen und deren Bedeutung für die Gesundheit durch Messungen von Darmmikrobiota-assoziierten Biomarkern

Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Interaktionen zwischen nutritiver Ballaststoffaufnahme, Darmbarriere und Darmmikrobiota zu untersuchen. Marker der Darmbarriere und der intestinalen Mikrobiota sowie deren Veränderungen sollen bei Probanden existierender Kohorten untersucht werden, die sich unterschiedlichen Diäten unterzogen haben. Diese Diäten unterscheiden sich hinsichtlich ihres Ballaststoffgehalts und ihrer Ballaststoffqualität. Die Mikrobiota wird durch Next Generation Sequencing (NGS, 16S-rRNA Gen) und durch Bestimmung spezifischer Metaboliten wie kurzkettiger Fettsäuren (SCFA) aus Stuhlproben analysiert. Dabei sollen Parameter definiert werden, die mit Ballaststoffaufnahme korrelieren und somit Biomarker für die Ballaststoffaufnahme sein können. Diese Daten können Grundlage für neue Empfehlungen zum Verzehr von Ballaststoffen sein.