Verbund

OXYGENATE

Unausgewogene Ernährung, unvorteilhafte Lebensstile sowie Adipositas sind wichtige Faktoren bei der Entstehung vieler chronischer Erkrankungen. Daher besteht ein großes Interesse zu erforschen, wie Ernährung den Gesundheitsstatus beeinflusst. Hierzu ist es erforderlich, die Ernährung und den Ernährungszustand messbar zu erfassen und den Übergang von Gesundheit zu Krankheit frühzeitig und verlässlich festzustellen.

In der gemeinsamen Programminitiative „Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben“ (JPI HDHL) arbeiten EU-Mitgliedsstaaten, Assoziierte Staaten sowie die Länder Kanada und Neuseeland zusammen. Hierdurch soll die Ernährungsforschung transnational gebündelt und gestärkt werden. Ziel der transnationalen Fördermaßnahme „Biomarker für Ernährung und Gesundheit“ der JPI HDHL ist es, neue Biomarker zu identifizieren, die den Ernährungszustand erfassen und damit zur Aufklärung der Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit beitragen können.

In diesem Kontext sollen im Verbund „OXYGENATE“ Oxylipinmuster im Blut als neue Biomarker identifiziert werden, die frühzeitig auf ein erhöhtes Risiko für eine kardiometabolische Krankheit hinweisen. Weiterhin wird untersucht, inwieweit Oxylipinmuster die Reduzierung des kardiometabolischen Risikos durch die Ernährung widerspiegeln.

Die Ergebnisse dieses Verbundes können zur Vorhersage von Krankheitsrisiken sowie dem Verlauf bestehender metabolischer Erkrankungen herangezogen werden. Außerdem können langfristig Erkenntnisse entstehen, die die Wirksamkeit von diätetischen Lebensmitteln überprüfen und verbessern können.

Teilprojekte

Oxylipine als neue Biomarker des ernährungsbedingten kardiometabolischen Risikos

Förderkennzeichen: 01EA1702
Gesamte Fördersumme: 287.886 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: PD Dr. Nils Helge Schebb
Adresse: Bergische Universität Wuppertal, Fachbereich C, Mathematik und Naturwissenschaften, Fachgruppe Chemie Lebensmittelchemie
Gaußstr. 20
42119 Wuppertal

Oxylipine als neue Biomarker des ernährungsbedingten kardiometabolischen Risikos

Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Dyslipidämie sind häufige Erkrankungen in Deutschland und Europa. Das Risiko diese mit dem (kardio-)metabolischen Syndrom verbundenen Erkrankungen zu entwickeln, wird direkt durch die Ernährung beeinflusst. Die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und dem kardiometabolischen Risiko eines Individuums können derzeit allerdings nur unzureichend erfasst und bewertet werden. Ziel des Projektes ist es im endogenen Oxylipinmuster neue, verlässliche und frühe Biomarker für das (kardio-)metabolische Syndrom zu ermitteln. Oxylipine sind oxidative Metabolite von ungesättigten Fettsäuren, die als Lipidmediatoren (d.h. Botenstoffe) eine Vielzahl von physiologischen Prozessen im Körper regulieren.