Teilprojekt eines Verbundes

Integrative Multi-Omics-Daten-Analyse und Computer-basierte Prädiktion des Chemotherapieerfolges

Förderkennzeichen: 01KT1906B
Fördersumme: 263.197 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Ingo Röder
Adresse: Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Institut für Medizinische Informatik und Biometrie
Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Die T-Prolymphozyten-Leukämie (T-PLL) gehört zu den reifzelligen Non-Hodgkin-Lymphomen der T-Zell-Reihe. Mit einer Rate von zwei Neuerkrankung pro 1 Million Personen ist die T-PLL sehr selten, aber dennoch die häufigste T-Zell-Leukämie. Durch das seltene Auftreten ist die T-PLL bisher wenig erforscht. Derzeit gibt es noch keine sicher definierte Standardtherapie für die T-PLL und die bisher effektivste Antikörperbehandlung mit Alemtuzumab (für CLL zugelassen, aber aus ökonomischen Gründen vom Markt genommen) führt nach initialem Ansprechen zu einer Resistenz, sodass das mittlere Überleben von T-PLL-Patienten unter 20 Monaten liegt. Vor diesem Hintergrund sind neue Therapieansätze zwingend erforderlich. Die TU Dresden wird im Rahmen des Projekts die Multi-Omics-Daten (Genom, Transkriptom, Epigenom, Metabolom) von verschiedenen Chemotherapeutika mit Hilfe von statistischen und bioinformatischen Methoden analysieren. Ziel ist veränderte Hauptsignalwege und Biomarker zu identifizieren, die mit dem Therapieerfolg assoziiert sind. Hierzu werden Gene mit starker Wirkung auf Biomarker und Signal- und Stoffwechselwege identifiziert. Die dabei gewonnenen Daten werden dann zur Entwicklung einer Methode genutzt, die mittels maschineller Lernverfahren Vorhersagen zur Wirkung von einzelnen Chemotherapeutika für T-PLL-Patienten ermöglicht.