Verbund

FUTUREBODY - Die Zukunft des menschlichen Körpers im Lichte neurotechnologischen Fortschritts

Die Neurowissenschaften erweitern unser Verständnis von Struktur und Funktion des menschlichen Gehirns unter gesunden und krankhaften Bedingungen ständig. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Allerdings können neurowissenschaftliche Erkenntnisse auch bedeutsame Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft haben.

Das Verbundprojekt FUTUREBODY ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „europäische Forschungsprojekte zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der Neurowissen-schaften“ im Rahmen des ERA-NET NEURON. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Forschungsaktivitäten und -programme der beteiligten Partnerländer auf dem Gebiet der krankheitsbezogenen Neurowissenschaften zu bündeln, um gemeinsame kooperative Forschungsansätze in den ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der Neurowissen-schaften zu erarbeiten.

Ziel des Verbundprojektes ist die Analyse des vielschichtigen Themas der Verschmelzung von Körper und Technologie. Auch heute gibt es dazu bereits vielfältige Möglichkeiten, beginnend mit Implantaten oder Prothesen, über äußerliche Stimulationen bis hin zu einer direkten Kopplung von Mensch und Maschine. Zukunftsvisionen zu diesem Spektrum an Technologien sind insbesondere im Science Fiction Genre weit verbreitet, beispielsweise die Vorstellung des „Cyborg“ als Mensch-Maschine Mischwesen mit deutlich verbesserten Fähigkeiten. Diese Visionen sollen reflektiert und durch Interviews und Online-Befragungen mit den Erfahrungen tatsächlicher oder potentieller Nutzer heutiger Neurotechnologien verglichen werden. Zudem soll durch philosophische Analysen ein Instrument entwickelt werden, mit dem der Einfluss dieser Technologien auf das Selbstverständnis und die Handlungsfähigkeit des Menschen systematisch untersucht werden kann. Die Ergebnisse sollen durch öffentliche Veranstaltungen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Teilprojekte

TP1 Ethische und gesellschaftliche Aspekte

Förderkennzeichen: 01GP1821A
Gesamte Fördersumme: 182.548 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dipl.-Pol. Christopher Coenen
Adresse: Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Karlstr. 11
76133 Karlsruhe

TP1 Ethische und gesellschaftliche Aspekte

Ziel des Verbundes ist eine neuartige Kombination zweier innovativer wie auch erprobter Forschungsansätze, die zusammen – und mit den Teilprojekten (TPs) der internationalen Partner – die Analyse des vielschichtigen Themas der Verschmelzung von menschlicher Körperlichkeit und Technologie ermöglichen sollen, einschließlich der Vielfalt ihrer ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte (ethical, legal and societal aspects, ELSA). Dadurch soll ein besseres Verständnis des gesellschaftlichen Kontextes der Neurotechnologie (NT) und der kulturellen Bedeutung weitreichender Visionen einer Mensch-Technik-Verschmelzung erreicht werden. Diese Visionen sollen reflektiert und mit den Erfahrungen tatsächlicher und potenzieller NT-Nutzer und -Nutzerinnen und ihrem sozialen Umfeld konfrontiert werden. Gegenwart und Aussichten der Verschmelzung von menschlicher Körperlichkeit und Technologie sollen besser verstanden und Anregungen dafür gegeben werden, wie NT-Innovationen gesteuert werden können. Damit soll ein Beitrag zur Forschung zu ethischen und gesellschaftlichen Fragen sowie zur verantwortlichen Entwicklung von NT geleistet werden. Ziel von TP1 ist es, ein besseres Verständnis für das breitere gesellschaftliche Umfeld der NT und die kulturelle Relevanz weitreichender Visionen von Mensch-Technik-Verschmelzungen zu erreichen. Zudem soll eine Vertiefung ausgewählter Erfahrungen mit NT im Hinblick darauf untersucht werden, wie die Nutzer über das Verhältnis zwischen Körperlichkeit und Technologie reflektieren. Die Forschung soll außerdem zur Unterstützung bei der weiteren gesellschaftlichen Beratung und Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit der zunehmenden Verschmelzung von Körperlichkeit und Technologie beitragen.

TP2 Philosophische Aspekte

Förderkennzeichen: 01GP1821B
Gesamte Fördersumme: 120.378 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Oliver Müller
Adresse: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Philosophische Fakultät, Philosophisches Seminar
Platz der Universität 3
79098 Freiburg im Breisgau

TP2 Philosophische Aspekte

Ziel des Verbundes ist eine neuartige Kombination zweier innovativer wie auch erprobter Forschungsansätze, die zusammen – und mit den Teilprojekten (TPs) der internationalen Partner – die Analyse des vielschichtigen Themas der Verschmelzung von menschlicher Körperlichkeit und Technologie ermöglichen sollen, einschließlich der Vielfalt ihrer ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte (ethical, legal and societal aspects, ELSA). Dadurch soll ein besseres Verständnis des gesellschaftlichen Kontextes der Neurotechnologie (NT) und der kulturellen Bedeutung weitreichender Visionen einer Mensch-Technik-Verschmelzung erreicht werden. Diese Visionen sollen reflektiert und mit den Erfahrungen tatsächlicher und potenzieller NT-Nutzer und -Nutzerinnen und ihrem sozialen Umfeld konfrontiert werden. Gegenwart und Aussichten der Verschmelzung von menschlicher Körperlichkeit und Technologie sollen besser verstanden und Anregungen dafür gegeben werden, wie NT-Innovationen gesteuert werden können. Damit soll ein Beitrag zur Forschung zu ethischen und gesellschaftlichen Fragen sowie zur verantwortlichen Entwicklung von NT geleistet werden. Das philosophische Teilprojekt entwickelt einen konzeptuellen Rahmen, um neue Formen von Verkörperung (embodiment) und Handlungsfähigkeit (agency) systematisch untersuchen zu können. Mit dem Begriff der "Cyberbilities" sollen neuartige Technisierungsformen im engen Austausch mit den anderen Teilprojekten erfasst und in normativer Hinsicht diskutiert werden. Begleitet wird die Arbeit von partizipativen Projekten zur ethisch-gesellschaftlichen Reflexion von Neurotechnologien (socio-ethical engagement).