Verbund

PNS - Ethische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte der modernen psychiatrischen Neurochirurgie

Ziel des Verbundprojekts „PNS“ ist die umfassende Untersuchung psychiatrischer Neurochirurgie. Dabei wird die Bedeutung der tiefen Hirnstimulation mit der Bedeutung der Mikro-/Radiochirurgie verglichen und die internationale Gesetzgebung gegenübergestellt. Als mögliche Anwendung wird die Behandlung pädophiler oder psychopathischer Straftäter beispielhaft untersucht. Hierzu arbeiten zwei deutsche Verbundpartner aus Ethik und Recht eng mit drei internationalen Partnern in Spanien, Kanada und Belgien zusammen. Gemeinsam arbeiten sie Empfehlungen für eine verantwortliche Entwicklung der psychiatrischen Neurochirurgie aus, um sie Fachgesellschaften und Ethikausschüssen zukommen zu lassen.

Teilprojekte

Abgeschlossen

TP1 Ethik

Förderkennzeichen: 01GP1621A
Gesamte Fördersumme: 379.668 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: PD Dr. Sabine Müller
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité-Mitte, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

TP1 Ethik

Es werden ethische Fragen des gesamten Gebiets der psychiatrischen Neurochirurgie inklusive ablativer Methoden betrachtet. Da internationale Medienberichte eine kritische Rolle für die öffentliche Akzeptanz neuer Technologien spielen und indirekt Einfluss auf die diesbezügliche Gesetzgebung ausüben, wird zudem die Berichterstattung der internationalen Medien über die psychiatrische Neurochirurgie untersucht. Weiterhin werden ethische Fragen zur psychiatrischen Neurochirurgie (Tiefe Hirnstimulation sowie ablative stereotaktische Neurochirurgie) mit Hilfe empirischer Methoden untersucht. Insbesondere werden die Entscheidungsfindung von Patienten, sowie deren Erfahrungen und die Erfahrungen ihrer Angehörigen mit der gewählten Behandlung betrachtet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf möglichen Persönlichkeitsveränderungen und sozialen Anpassungsprozessen.

Abgeschlossen

TP2 Recht

Förderkennzeichen: 01GP1621B
Gesamte Fördersumme: 174.923 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Tade M. Spranger
Adresse: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, Bürgerliches Recht, Zivilprozeßrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung
Adenauerallee 24-42
53113 Bonn

TP2 Recht

Im juristischen Teilpaket soll die aktuelle nationale und internationale Gesetzgebung analysiert werden. Die rechtlichen Voraussetzungen und Grenzen für die Anwendung der psychiatrischen Neurochirugie sollen aufgezeigt und bewertet werden. Hierbei sollen vor allem rechtliche Herausforderungen sowie mögliche Vorlagen für gesetzgeberische Aktivitäten in den Fokus gesetzt werden. Dabei werden auch bioethische Diskurse berücksichtigt.