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Digitale FortschrittsHubs Gesundheit: Regionale Versorgung verbessern und datengetriebene Forschung stärken

Daten helfen heilen. Nicht nur an den Universitätskliniken, auch in Hausarztpraxen, Krankenhäusern, in Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen sollen digitale Innovationen künftig helfen, die Versorgung zu verbessern.

Patient und Ärztin im Gespräch, beide schauen auf das Display eines Tablet-PC.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und die sechs Verbundpartnerinnen und Verbundpartner stellen in einem Video die verschiedenen digitalen Lösungen vor, die sich zum Beispiel auf die Pandemiebekämpfung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder die Krebsforschung spezialisieren.
BMBF-Video: Die neuen „Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit“

Shutterstock/Pressmaster  

Die Universitätsmedizin hat in der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Medizininformatik-Initiative deutschlandweit wichtige Pionierarbeit geleistet. Ab Mitte des Jahres werden die ebenfalls vom BMBF geförderten Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit den nächsten Schritt machen: Sie sollen modellhafte Lösungen für den Transfer digitaler Innovationen in die regionale Versorgung entwickeln und in der Praxis optimieren. Zudem sollen künftig auch regionale Versorgungsdaten unter Beachtung des Datenschutzes der Forschung helfen, Versorgungskonzepte und Therapien gezielt zu verbessern. Das BMBF fördert die FortschrittsHubs von 2021 bis 2025 mit 50 Millionen Euro.

Im Fokus: Innovationen, von denen die Menschen vielfältig profitieren

Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Die Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit werden den Nutzen der Digitalisierung in der Medizin in konkreten Anwendungsfällen aufzeigen, die vielen Menschen – gerade in den ländlichen Regionen – zu Gute kommen werden. So widmen sich mehrere FortschrittsHubs der Krebsmedizin und unterstützen die Ziele der Nationalen Dekade gegen Krebs, die das BMBF 2019 ins Leben rief. Auch das Pandemiemanagement liegt im Themenspektrum der FortschrittsHubs. Die hier entwickelten und erprobten Lösungen sollen helfen, das Gesundheitssystem gegen künftige Krisen noch besser zu wappnen.“

Wie Digitale FortschrittsHubs funktionieren

Ausgangspunkt eines Hubs ist das Datenintegrationszentrum einer Uniklinik. Diese Zentren werden derzeit als IT-Infrastrukturen an fast allen Unikliniken im Rahmen der Medizininformatik-Initiative aufgebaut. Die Datenintegrationszentren vernetzen sich mit regionalen Partnern – darunter Krankenhäuser, Arztpraxen, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen sowie Rettungsdienste. Auch Forschungseinrichtungen und Krankenkassen sind Partner der Hubs. Sie alle teilen und nutzen ihre Daten gemeinsam. Wissenschaft, IT, Versorger, Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal, Patientinnen und Patienten arbeiten dabei eng zusammen.

Ziele und Schwerpunkte der Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit

Die folgenden Portraits der sechs vom BMBF geförderten Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit skizzieren, welche konkreten Anwendungsfälle welche Partner wo in Deutschland umsetzen:

CAEHR: Die Versorgung von Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen optimieren

DISTANCE: Krankheitsverläufe nach intensivmedizinischer Betreuung besser vorhersagen, gezielter therapieren

MIDIA-Hub: Bessere Nachsorge von Krebserkrankungen, optimierte Therapie gegen Multiple Sklerose

MiHUBx: ein digitales Ökosystem für Forschung, Diagnostik und Therapie

LeMeDaRT: Stadt, Land, Datenfluss

DECIDE: Versorgungsqualität in ländlichen Regionen verbessern

Datenschutz und Datensicherheit

Umfassender Datenschutz und Datensicherheit sind ein zentraler Erfolgsfaktor der MII und der Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit. Die freiwillige und informierte Einwilligung der Patientinnen und Patienten ist die Voraussetzung dafür, dass die Gesundheitsforschung und -versorgung ihre Daten nutzen dürfen. Ihre Einwilligung können die Patientinnen und Patienten jederzeit zurückziehen. Ausgewiesene IT-Expertinnen und Experten gewährleisten, dass die Einwilligungen sicher elektronisch dokumentiert und sorgfältig verwaltet werden. Bei all dem bindet die MII Datenschutzbeauftragte sowie Patientenorganisationen in ihre Planungen ein.