Verbund

Epi-AD: Einfluss von Stress im pränatalen und adulten Alter auf das Epigenom des Gehirns: Relevanz für das Auftreten von Alzheimer-Demenz und Typ 2 Diabetes Mellitus (T2DM)-assoziierten Demenzen

Förderkennzeichen: 01ED1806
Fördersumme: 480.927 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Froylan Calderon de Anda
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg (ZMNH)
Falkenried 94
20251 Hamburg

Der Effekt von Stress im pränatalen und adulten Alter auf die Entwicklung zweier verwandter Arten von pathologisch-kognitiver Demenz im Alter, LOAD (late onset AD) und T2DM Demenz (Type 2 Diabetes Mellitus-assoziierte Demenz), soll untersucht werden: Wir setzen a) ein genetisch manipuliertes Mausmodell, das LOAD imitiert, und b) Mäuse, die T2DM-ähnliche Symptome durch eine Ernährungs-induzierte Fettleibigkeit zeigen, im pränatalen Alter (prenatal stress, PNS) und im adulten Alter Stresszuständen aus. Unsere Arbeitshypothese postuliert, dass PNS epigenetisch neurologische Entwicklungsstörungen prädisponiert, die im Alter, wenn sie unkompensiert bleiben, zu pathologisch kognitiven Verfall führen. In-vitro-Elektroporation und Zelltyp-spezifischen Untersuchungen sollen neurologische Konsequenzen pränataler negativer Erfahrungen, allein oder in Kombination mit Stress, entwicklungsabhängig im Epigenom und Gehirn untersuchen. Es werden morphologische, biochemische, elektrophysiologische und verhaltensbezogene Untersuchungen, sowie Epigenomik- und epigenetisch-spezifische Assays verwendet, um die Wirkung der beiden Stressoren (pränataler vs adulter Stress) auf das Gehirn der Maus zu verschiedenen Entwicklungsstufen zu untersuchen.