Fördermaßnahme

ERACoSysMed - Systemmedizin auf dem Weg in die klinische Forschung

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2019
Förderzeitraum: 2020 - 2023
Gesamte Fördersumme: bis zu 0 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: Die Anzahl der Projekte ist noch nicht bekannt
Veröffentlichung der Bekanntmachung:  2017
Förderzeitraum:  2018 – 2021
Gesamte Fördersumme:  bis zu 2,87 Mio. EUR 
Anzahl der Projekte:  5 Verbünde, davon 5 mit deutscher Beteiligung;
insgesamt 8 deutsche Zuwendungsempfänger 

Veröffentlichung der Bekanntmachung:  2015
Förderzeitraum:  2016 – 2019
Gesamte Fördersumme:  bis zu 5,84 Mio. EUR 
Anzahl der Projekte:  9 Verbünde, davon 8 mit deutscher Beteiligung;
insgesamt 12 deutsche Zuwendungsempfänger 

1. Ziele der Fördermaßnahme

Das ERA-Net ERACoSysMed verfolgt das Ziel, die Systemmedizin in Europa weiter zu etablieren. Beim Förderinstrument „ERA-Net“ handelt es sich um eine von der EU-Kommission ins Leben gerufene und von Förderorganisationen der EU-Mitgliedstaaten getragene Initiative. Durch gemeinsame Aktivitäten soll die Forschung in wichtigen Themenbereichen europaweit koordiniert werden. Alle drei innerhalb der Laufzeit von ERACoSysMed geplanten Bekanntmachungen sind inzwischen veröffentlicht.

Mit der ersten öffentlichen Bekanntmachung vom Februar 2015 werden insbesondere transnationale Forschungsprojekte in der Systemmedizin unterstützt, die systembiologische Ansätze in der klinischen Forschung verfolgen. Bei diesen sogenannten Demonstrator-Projekten wird großer Wert auf die Entwicklung neuer Konzepte für die sogenannte 4P-Medizin (personalisiert, präventiv, prädiktiv und partizipierend) gelegt.

Die zweite öffentliche Bekanntmachung wurde im Februar 2017 veröffentlicht. Erneut soll die Umsetzung von systemmedizinischen Ansätzen sowohl in der klinischen Forschung als auch in der medizinischen Praxis durch die Förderung von Demonstrator-Projekten vorangebracht werden. Die geförderten Projekte definieren neue innovative Ansätze und Instrumente, die das Zusammenführen biologischer und klinischer Daten ermöglichen, so dass neue bzw. verbesserte computergestützte Modelle entstehen. Die Projektergebnisse sollen neue Wege für die klinische Forschung aufzeigen, die eine bessere und effizientere personalisierte Prävention, Diagnose und Behandlung ermöglichen.

Im Rahmen der dritten öffentlichen Bekanntmachung vom Februar 2019 sollen Forschungsprojekte gefördert werden, die prädiktive computergestützte Modelle mithilfe biomedizinischer Daten validieren, um neue Erkenntnisse über menschliche Krankheiten und deren Behandlungen zu gewinnen. Die eingereichten Projektanträge müssen dabei die Analyse, Interpretation und Nutzbarmachung verschiedener biologischer und klinischer Daten durch adäquate computergestützte Modelle in den Fokus stellen. Gleichzeitig sollen die Forschungsprojekte die praktische Relevanz computergestützter Modelle für die medizinische Routine und deren Nutzen für den einzelnen Patienten demonstrieren.

ERACoSysMed besteht aus einem Konsortium nationaler Förderorganisationen aus 13 Ländern. Bekanntmachungen werden zeitgleich in allen Partnerländern veröffentlicht. An jedem im Rahmen von ERACoSysMed geförderten Verbund müssen Arbeitsgruppen aus mindestens drei verschiedenen Ländern beteiligt sein. Die Förderung der jeweiligen Arbeitsgruppen innerhalb eines Verbundes erfolgt durch die einzelnen an der Bekanntmachung beteiligten Länder, in Deutschland durch das BMBF.

2. Stand der Fördermaßnahme

Seit Frühjahr 2016 werden insgesamt neun internationale Verbünde gefördert, davon acht mit deutscher Beteiligung (zwölf deutsche Projektpartner). Im Frühjahr 2018 fiel der Startschuss für weitere fünf internationale Verbünde, an denen insgesamt acht deutsche Projektpartner beteiligt sind. Derzeit läuft das Auswahlverfahren für die Projekte der dritten Förderrunde; ein Start der in diesem Rahmen ausgewählten Projekte ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen.