Verbund

SYSMIFTA - Systemmedizinischer Forschungsansatz zur Verminderung Makrophagen-assoziierter interstitieller Fibrose und tubulärer Atrophie nach Nierentransplantation

Das internationale Verbundprojekt SYSMIFTA, an dem insgesamt sechs Partner aus Frankreich, Israel, Italien, den Niederlanden und Deutschland beteiligt sind, beschäftigt sich mit dem Thema Nierentransplantation, genauer gesagt mit der Aufklärung von Mechanismen bei möglichen postoperativen Komplikationen. Akute Abstoßungsreaktionen, die früher die Hauptursache für den Verlust von transplantierten Nieren waren, sind heute meistens gut beherrschbar. Schwierigkeiten können jedoch auch einige Zeit nach der Transplantation auftreten. So haben häufig zwei unterschiedliche, aber oft gemeinsam auftretende medizinische Prozesse Einfluss auf die langfristige Funktionsfähigkeit einer transplantierten Niere. Es handelt sich dabei zum einen um die „Interstitielle Fibrose“ (IF), bei der sich Bindegewebszellen stark vermehren, und zum anderen um die „Tubuläre Atrophie“ (TA), bei der Teile des funktionellen Nierengewebes abgebaut werden. Offenbar wird dieser IF/AT-Prozess von einer Gruppe von Immunzellen – den sogenannten „alternativ aktivierten Makrophagen“ – beeinflusst, die sonst an der Wundheilung und anderen physiologischen Prozessen beteiligt sind.

Im Rahmen des Projektes soll die Rolle dieser alternativ aktivierten Makrophagen mittels eines systemmedizinischen, interdisziplinären Forschungsansatzes weiter untersucht werden. Ziel ist es, insbesondere mehr über den schädlichen Einfluss dieser Makrophagen bei der IF/TA-Entstehung herauszufinden und so neue Ansatzpunkte bei der Verbesserung der Nierentransplantations-Nachsorge zu identifizieren. Zusätzlich dazu soll die mathematische Modellierung von Bilddaten und die Evaluation von Biomarkern verbessert werden. Zudem ist im Rahmen des Projektes geplant, Biopsie-Analysen zwischen zwei großen europäischen Transplantationszentren zu harmonisieren.

Teilprojekte

Teilprojekt Hannover

Förderkennzeichen: 031L0085A
Gesamte Fördersumme: 319.808 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Friedrich Feuerhake
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Teilprojekt Hannover

Teilprojekt Braunschweig

Förderkennzeichen: 031L0085B
Gesamte Fördersumme: 252.066 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Dr. Haralampos Hatzikirou
Adresse: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig

Teilprojekt Braunschweig