Verbund

ErgoLoCo – Ergotherapeutische Intervention bei Long-Covid Betroffenen mit mehr als drei Monate persistierenden, schwerwiegenden, behandlungsbedürftigen Beeinträchtigungen

Viele Covid-19-Patientinnen und -Patienten leiden auch Wochen oder Monate nach ihrer Erkrankung noch an Symptomen. Es gibt aber noch keine ausreichenden wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse über diese Krankheitsausprägungen und darüber, wie den Betroffenen bestmöglich geholfen werden kann.

Ergänzend zu bereits bestehenden Aktivitäten zielt diese Fördermaßnahme daher darauf ab, möglichst schnell den verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisstand über die Spätsymptome von Covid-19 zu erschließen und für eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln.

Ziel des Verbundes ist, den Effekt einer Ergotherapie auf die Kognition und subjektive Wahrnehmung bei Long-Covid-Erkrankten in einer bereits existierenden Covid-19-Kohorte zu messen. Die Therapie soll kognitive Defizite und Konzentrationsminderungen bei Long-Covid-Betroffenen verbessern und bei der Genesung unterstützen. Zur Durchführung der Pilotstudie wird eine Online-Ergotherapieplattform entwickelt. Aus der Pilotstudie ergeben sich konkrete Handlungsempfehlungen für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Diese Pilotstudie dient als Vorbereitung für eine größere klinische Studie zur Wirksamkeit einer digitalen Ergotherapie.

Die Ergebnisse sollen veröffentlicht werden und die Online-Ergotherapieplattform soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Teilprojekte

Abgeschlossen

Ergotherapie bei Long-Covid

Förderkennzeichen: 01EP2103A
Gesamte Fördersumme: 367.489 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: PD Dr. Alexandra Dopfer-Jablonka
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Immunologie und Rheumatologie
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Ergotherapie bei Long-Covid

Ziel des Vorhabens ErgoLoCo ist die Entwicklung und Testung einer ergotherapeutischen Behandlung bei Long-Covid Betroffenen mit mehr als drei Monaten bestehenden schweren behandlungsbedürftigen Beeinträchtigungen. Dieses Vorhaben dient dazu eine spezielle digitale Ergotherapie für Long-Covid Betroffene zu entwickeln und bereitet eine größere klinische Studie zur Wirksamkeit einer digitalen, skalierbaren ergotherapeutischen Intervention vor. Die Ergotherapie soll helfen Betroffene schnellstmöglich bei der Genesung zu unterstützen und das vorhandene Versorgungsangebot weiterzuentwickeln. Außerdem werden aus dieser Pilotstudie konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet. Für dieses Projekt wird die Kohorte des DEFEAT Corona Projektes genutzt. Die Ergebnisse werden publiziert und gleichzeitig als Online Ergotherapieplattform der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Forschungsansatz bezieht Betroffene mit ein und hat einen Patienten-Beirat und schließt insbesondere bislang geringer beforschte Gruppen, wie Jugendliche ein. Die Medizinische Hochschule Hannover ist insbesondere für den Einschluss der Kohorte und die Ergotherapie zuständig.

Abgeschlossen

Effect Predicition Model

Förderkennzeichen: 01EP2103B
Gesamte Fördersumme: 23.074 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Frank Klawonn
Adresse: Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel, Institut für Information Engineering
Salzdahlumer Straße 46/48
38302 Wolfenbüttel

Effect Predicition Model

In dem Projekt ErgoLoCo soll die Wirkung ergotherapeutischer Interventionen bei von Long-Covid betroffenen Personen untersucht werden. Es werden dafür drei Gruppen gebildet: Eine Live-Online-Ergotherapiegruppe, eine Video-on-Demand-Ergotherapiegruppe sowie eine Kontrollgruppe, bei der es keine Intervention gibt. Die Ostfalia Hochschule bringt die Kompetenz im Bereich der Medizinstatistik und der medizinischen Datenanalyse ein und wird für die Auswertung der Daten verantwortlich sein in Absprache mit der medizinischen, ergotherapeutischen und soziologischen Kompetenz der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universitätsmedizin Göttingen. Wesentliches Ziel dieses Teilprojekts ist die statistische Bestimmung der Effektstärke der beiden Interventionsgruppen gegenüber der Kontrollgruppe sowie die möglichen Unterschiede zwischen den beiden Interventionsgruppen. Außerdem soll der Einfluss von Variablen wie soziodemografischen Faktoren auf den Erfolg der Intervention untersucht werden, um so bessere und individuelle Handlungsempfehlungen für zukünftige Interventionen abzuleiten. Aufgrund der begrenzten Fallzahl in dieser Pilotstudie ist teilweise eine Anpassung der herkömmlichen statistischen Verfahren und Methoden des maschinellen Lernens erforderlich – in ähnlicher Form wie sie bereits für Pilotstudien im Bereich der Biomarkerforschung entwickelt und publiziert wurden. Methodisch sollen neben Datenvisualisierungstechniken Vorhersagemodelle wie beispielsweise logistische Regression, Random Forests, Varianten des Cox-Proportional-Hazards-Modells und Random Survival Forests eingesetzt werden, mit denen sich auch eine Variablenselektion – also die Bestimmung der wichtigsten Einflussfaktoren – realisieren lassen. Übliche statistische Maße wie Effektstärken und Konfidenzintervalle bzw. Hypothesentests wie der t-, Wilcoxon-, Kruskal-Wallis-Test oder ANOVA sollen angewendet werden, um die Ergebnisse statistisch zu validieren.

Abgeschlossen

Partizipative Interventionsentwicklung und Evaluation

Förderkennzeichen: 01EP2103C
Gesamte Fördersumme: 208.675 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2023
Projektleitung: Frank Müller
Adresse: Georg-August-Universität Göttingen, Universitätsmedizin, Institut für Allgemeinmedizin
Humboldtallee 38
37075 Göttingen

Partizipative Interventionsentwicklung und Evaluation

Ziel des Vorhabens ErgoLoCo ist die Pilotierung einer Ergotherapeutischen Intervention bei Long-Covid Betroffenen mit mehr als drei Monate persistierenden, schwerwiegenden, behandlungsbedürftigen Beeinträchtigungen. Dieses Vorhaben dient als Proof of Concept Phase und bereitet eine größere klinische Studie zur Wirksamkeit einer digitalen, skalierbaren ergotherapeutischen Intervention vor. Die Intervention dient dazu Betroffene schnellstmöglich bei der Genesung zu unterstützen und das vorhandene Versorgungsangebot weiterzuentwickeln. Außerdem sollen aus dieser Pilotstudie konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Die Universitätsmedizin Göttingen wirkt dabei in einem ersten Schritt bei der Entwicklung und konkreten Ausgestaltung der Therapieintervention mit. Hierbei wirkt auch ein Beirat aus Long-Covid Betroffenen mit. Im nächsten Schritt gilt es, die Anwendung der Therapieintervention in einem sogenannten "Realist Approach" zu evaluieren. Dabei soll herausgefunden werden, wie konkret die Intervention eine Wirksamkeit bei Betroffenen entfaltet. Dafür werden Betroffene auch hinsichtlich ihrer Erfahrungen mit der Intervention befragt.