Verbund

LongCOCid - Long Covid-19 bei Kindern

Viele Covid-19-Patientinnen und -Patienten leiden auch Wochen oder Monate nach ihrer Erkrankung noch an Symptomen. Es gibt aber noch keine ausreichenden wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse über diese Krankheitsausprägungen und darüber, wie den Betroffenen bestmöglich geholfen werden kann.

Ergänzend zu bereits bestehenden Aktivitäten zielt diese Fördermaßnahme daher darauf ab, möglichst schnell den verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisstand über die Spätsymptome von Covid-19 zu erschließen und für eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln.

Long-Covid kann nach Überwindung einer akuten SARS-CoV-2 Infektion auch Kinder und Jugendliche betreffen. Genaue Daten dazu fehlen jedoch, ebenso wie diagnostische und therapeutische Leitlinien oder spezielle Rehabilitationsprogramme für Kinder und Jugendliche.

Das will das Projekt LongCOCid ändern. Dazu arbeiten die Forschenden mit niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten zusammen. Sie vergleichen die Krankheitslast von Kindern nach einer SARS-CoV-2 Infektion mit einer Kontrollgruppe und werten dabei auch die Ergebnisse bildgebender und funktioneller Organuntersuchungen aus. Zudem werden im Blut immunologische Marker und Stoffe untersucht, welche auf eine Entzündung oder Abbauprozesse im Gehirn hinweisen Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, spezielle Behandlungen für Kinder und Jugendliche sowie deren Rehabilitation zu etablieren.

Teilprojekte

Standort Jena

Förderkennzeichen: 01EP2101A
Gesamte Fördersumme: 191.455 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2022
Projektleitung: Dr. Daniel Vilser
Adresse: Universitätsklinikum Jena, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Am Klinikum 1
07747 Jena

Standort Jena

Die SARS-CoV-2-Virusinfektionen haben das Leben der Menschen in Deutschland in einem bisher unbekannten Ausmaß bestimmt. Im Verlauf der Pandemie zeigte sich, dass ein großer Teil der Infizierten nach Überwindung der akuten Infektion ein Long COVID-19 oder Post COVID-19 Syndrom entwickelt, welches über viele Monate anhalten kann. Kinder sind davon wahrscheinlich milder als Erwachsene, aber doch relevant betroffen. In Großbritannien schätzt man die Zahl der Long COVID-19 erkrankten Kinder auf mehr als 30.000. Genaue Daten zur Häufigkeit bei Kindern fehlen allerdings. Auch die Gründe für das Auftreten von Long COVID-19 sind noch nicht entschlüsselt. Es existieren weder diagnostische noch therapeutische Leitlinien und auch keine Rehabilitationsprogramme. Diese Lücken werden durch das Projekt LongCOCid adressiert. Um die Häufigkeit und Krankheitslast besser einschätzen zu können, wird in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten eine systematische Erhebung stattfinden, welche die Kinder nach SARS COV2 Infektion mit Kindern vergleicht, die zeitgleiche eine andere Infektion zum Kinderarzt führte. In der Long COVID-19 Sprechstunde werden die während der Versorgung der Patienten entstehenden Basisdaten um sonografische und funktionelle Spezialuntersuchungen ergänzt. Dazu zählt z. B. die dynamische Gefäßanalyse des Augenhintergrundes, bei welcher die Provokation einer Gefäßreaktion durch Flickerlicht erfolgt. Gesunde Gefäße reagieren mit einer Dilatation auf den Lichtreiz gefolgt von einer Konstriktion meist unterhalb des Ausgangswertes. Wir erwarten, dass diese Reaktion durch die anhaltende Entzündung der Gefäße gestört ist und überall im Körper auftritt. Im Blut werden außerdem immunologische Marker und Stoffe, welche auf eine Entzündung oder Abbauprozesse im Gehirn hinweisen könnten, untersucht. Das Vorhaben koordiniert den LongCOCid-Verbund und ist an allen Arbeiten beteiligt.

Standort Ilmenau

Förderkennzeichen: 01EP2101B
Gesamte Fördersumme: 21.968 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Sascha Klee
Adresse: Technische Universität Ilmenau, Fakultät für Informatik und Automatisierung, Institut für Biomedizinische Technik und Informatik, Fachgebiet Optoelektrophysiologische Medizintechnik
Gustav-Kirchhoff-Str. 2
98693 Ilmenau

Standort Ilmenau

Die SARS-CoV-2-Virusinfektion hat das Leben der Menschen in Deutschland in einem bisher unbekannten Ausmaß bestimmt. Im Verlauf der Pandemie zeigte sich, dass ein großer Teil der Infizierten nach Überwindung der akuten Infektion ein Long COVID-19 oder Post COVID-19 Syndrom entwickelt, welches über viele Monate anhalten kann. Kinder sind davon wahrscheinlich milder als Erwachsene, aber doch relevant betroffen. In Großbritannien schätzt man die Zahl der Long COVID-19 erkrankten Kinder auf mehr als 30.000. Genaue Daten zur Häufigkeit bei Kindern fehlen allerdings. Auch die Gründe für das Auftreten von Long COVID-19 sind noch nicht entschlüsselt. Es existieren weder diagnostische noch therapeutische Leitlinien und auch keine Rehabilitationsprogramme. Diese Lücken werden durch das Projekt LongCOCid adressiert. Das Vorhaben ist an der Entwicklung von bildgebenden Verfahren und Funktionsteste bei Kindern und Jugendlichen mit Long COVID-19 beteiligt. Mit diesen Verfahren sollen pathophysiologische Veränderungen bei Patienteninnen und Patienten mit Long COVID-19 detektiert werden und Vergleiche mit Symptomen und Erkrankungsschwere ermöglicht werden.

Standort Magdeburg

Förderkennzeichen: 01EP2101C
Gesamte Fördersumme: 36.000 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Monika Brunner-Weinzierl
Adresse: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsklinikum Magdeburg, Universitätskinderklinik, Bereich Experimentelle Pädiatrie und Neonatologie, Pädiatrische Immunologie
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg

Standort Magdeburg

Im Verlauf der COVID-19 Pandemie zeigte sich, dass ein großer Teil von Infizierten nach Überwindung der akuten Infektion ein Long COVID-19 oder Post-COVID-19 Syndrom entwickelt, welches über viele Monate anhalten kann. Die Gründe und das Ausmaß von Long COVID-19 bei Kindern sind derzeit noch unbekannt und sollen in dem Projekt LongCOCid untersucht werden. Aufgrund von Vordaten könnten die Symptome von Long COVID durch Autoimmunität oder Allergieentwicklung erklärt werden; hierüber ist bei Kindern nichts bekannt. In diesem Vorhaben soll deshalb die Autoimmunität und Allergie-Entwicklung von Long COVID-19 Kindern analysiert werden.