Teilprojekt eines Verbundes

GBA und A-SYN-Pathologien bei Hirnorganoiden

Förderkennzeichen: 01ED2005A
Fördersumme: 299.531 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Michela Deleidi
Adresse: Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät, Hertie Institut für klinische Hirnforschung, Neurodegeneration
Hoppe-Seyler-Str. 3
72076 Tübingen

Das Gesamtziel des Projekts ist die Identifizierung klinischer Merkmale und pathogenetischer Mechanismen, die der Entwicklung von Parkinsonismus bei Patienten mit Glukocerebrosidase 1 (GBA1)- Mutationen zugrunde liegen. Die bisherigen Ergebnisse weisen auf einen Zusammenhang zwischen der Aktivität des Enzyms Glukocerebrosidase (GCase) und dem Gehalt an Alpha-Synuclein (A-SYN) hin, einem Schlüsselprotein, das an der Pathogenese von Morbus Parkinson (MP) beteiligt ist: Eine niedrige GCase- Aktivität erhöht die intraneuronale A-SYN-Konzentration. Die im Labor geplanten Experimente werden die Zusammenhänge zwischen GBA1-Mutationen, A-SYN-Spiegeln und der Entwicklung einer MP-ähnlichen Pathologie in Mittelhirnorganoiden untersuchen. Bei MP akkumuliert A-SYN in Form von intraneuronalen Aggregaten, die sich dann nach und nach im Gehirn ausbreiten. Es wurde daher die Hypothese aufgestellt, dass GBA1-Mutationen die A-SYN-Spiegel erhöhen könnten und dadurch die Aggregation und progressive Ausbreitung von A-SYN im Gehirn fördern könnten.