Teilprojekt eines Verbundes

TP 6 Prävention von Suchtstörungen und komorbiden psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter durch Achtsamkeit, TP7b Therapie von Sucht

Förderkennzeichen: 01GL1745F
Fördersumme: 825.605 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Rainer Thomasius
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Im Verbund IMAC-MIND werden verschiedene achtsamkeits-basierte Ansätze zur Verhinderung von Alkohol- und Tabaksucht an unterschiedlichen Gruppen von Jugendlichen bzw. an schwangeren Frauen entwickelt und evaluiert. Risiko- und Schutzfaktoren auf Ebene der Familie und Fähigkeiten zur Selbstregulation spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Suchtstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Erste Studien zeigen, dass diese entwicklungsrelevanten Faktoren durch achtsamkeitsbasierte Interventionen bei Kindern und Jugendlichen verbessert werden können und die Integration achtsamkeitsbasierter Übungen in etablierte familienbasierte Präventionsprogramme gut möglich ist. In diesem Vorhaben sollen im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie entwicklungsangemessene achtsamkeitsbasierte Interventionsmodule entwickelt und in das evidenzbasierte 7-wöchige Präventionsprogramm "Familien Stärken" integriert werden und die Wirksamkeit zur Verringerung des Substanzkonsums der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren, bei denen frühe Verhaltensauffälligkeiten vorliegen, untersucht werden. Zudem soll geprüft werden, ob die erwarteten Effekte der neuen achtsamkeitsbasierten Interventionsmodule durch zentrale selbstregulatorische Variablen, die auf neurokognitiver und Verhaltensebene erfasst und im Forschungsverbund harmonisiert werden, vermittelt werden.