Teilprojekt eines Verbundes

TP3 Reduktion von Stress, Alkohol- und Tabakkonsum schwangerer Frauen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit bei den Kindern

Förderkennzeichen: 01GL1745C
Fördersumme: 491.904 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Johannes Kornhuber
Adresse: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Universitätsklinikum, Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik
Schwabachanlage 6
91054 Erlangen

Im Verbund IMAC-MIND werden verschiedene achtsamkeits-basierte Ansätze zur Verhinderung von Alkohol- und Tabaksucht bei Jugendlichen entwickelt und evaluiert. Im Rahmen dieses Vorhabens soll untersucht werden, ob achtsambeitsbasierte Interventionen mit schwangeren Frauen für das Kind im Mutterleib mit einer Senkung von Stress einhergeht. Bereits vor der Geburt beeinflusst Testosteron die Hirnentwicklung und das Risiko für psychische Erkrankungen im späteren Leben. Erste Studien deuten an, dass der Stress sowie der Alkohol- und Tabakkonsum von schwangeren Frauen mit der Menge von Testosteron zusammenhängt, der das Kind im Mutterleib ausgesetzt ist. In dieser kontrollierten Studie soll ein 15-wöchiges, kombiniertes online-App-basiertes und direktes achtsamkeitsorientiertes verhaltenstherapeutisches Programm zur Verminderung von Stress sowie Alkohol- und Tabakkonsum bei schwangeren Frauen etabliert werden und dessen Wirksamkeit zur Reduktion von vorgeburtlicher Testosteronlast beim ungeborenen Kind im Mutterleib untersucht werden. Die vorgeburtliche Testosteronmenge soll mit Biomarkern (u.a. relatives Zeige-/Ringfingerlängenverhältnis) gemessen werden. Außerdem soll untersucht werden, ob das achtsamkeitsorientierte verhaltenstherapeutische Programm auch zur Verbesserung der Selbstregulation bei den Säuglingen führt und einen Einfluss auf den Entwicklungsstand und die psychische Gesundheit im ersten Lebensjahr hat.