Verbund

CYSTINET-Africa

Zystizerkose wird durch den Schweinebandwurm hervorgerufen und ist eine armutsassoziierte, parasitäre Infektionskrankheit. Sie zählt zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten. Trotz existierender Behandlungsmöglichkeiten verbreitet sich die Krankheit in weiten Teilen Subsahara-Afrikas zunehmend. Bei Parasitenbefall des Gehirns entwickelt sich die Neurozystizerkose, die die häufigste Ursache für Epilepsien in Subsahara-Afrika ist. Die Erkrankung betrifft gleichermaßen menschliche wie tierische Gesundheit und führt in den betroffenen ländlichen Gebieten auch zu hohen wirtschaftlichen Verlusten.

Ziel des Vorhabens ist es, zur Eliminierung und Prävention von Zystizerkose bzw. Neurozystizerkose beizutragen. Das Projekt verfolgt dabei das One-Health Konzept, d. h. die gleichzeitig Bearbeitung der human- wie veterinärmedizinischen Aspekte. Der Arbeitsplan des Verbundes beinhaltet eine Untersuchung der Mechanismen, die beim Mensch und Tier zur Erkrankung führen sowie den Einsatz neuer Therapiestrategien. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung von Aufklärungsmaterial für Schulen und die breitere Öffentlichkeit, um das Wissen über Erkrankungswege und Infektionsvermeidung in der Bevölkerung zu steigern.

Teilprojekte

Aufbau eines Zystizerkose-Netzwerks in Subsahara-Afrika

Förderkennzeichen: 01KA1618
Gesamte Fördersumme: 890.017 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2021
Projektleitung: PD Dr. Dr. Andrea Sylvia Winkler
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Neurologische Klinik und Poliklinik
Ismaninger Str. 22
81675 München

Aufbau eines Zystizerkose-Netzwerks in Subsahara-Afrika

Das Zystizerkose-Forschungsnetzwerk CYSTINET-Africa soll basierend auf dem One-Health Konzept, welches der Vernetzung von menschlicher und tierischer Gesundheit zur effektiven Bekämpfung von Infektionskrankheiten dient, zur Eliminierung und Prävention von Taenia solium Zystizerkose/Täniose/Neurozystizerkose (TSCT/NCC) beitragen. In diesem Forschungsnetzwerk, hat das Teilprojekt Germany I bei allen afrikanischen Teilprojekten eine koordinierende und unterstützende Rolle, sowohl wissenschaftlich wie auch logistisch. Die Hauptziele von Germany I innerhalb des Gesamtkonsortiums sind: zusammen mit dem afrikanischen Netzwerkkoordinator Management der allgemeinen Netzwerkaktivitäten, speziell der Qualitätskontrolle; fachkundiger IT-Support bei der elektronischen Datenerhebung sowie der Etablierung einer virtuellen One-Health Plattform mit integrierter "research school" in den afrikanischen Partnerländern; und Bereitstellen von Fachwissen im veterinär- und humanmedizinischen Bereich.

Aufbau eines Zystizerkose-Netzwerks in Subsahara-Afrika

Förderkennzeichen: 01KA1610
Gesamte Fördersumme: 497.256 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2021
Projektleitung: PD Dr. Clarissa Prazeres da Costa
Adresse: Technische Universität München, Fakultät für Medizin, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene
Trogerstr. 30
81675 München

Aufbau eines Zystizerkose-Netzwerks in Subsahara-Afrika

Taenia solium Zystizerkose/Täniose/Neurozystizerkose (TSCT/NCC), eine vernachlässigte und eliminierbare Infektionserkrankung, ist in Subsahara Afrika endemisch. Ihre hohe Prävalenz hat Auswirkung auf menschliche und tierische Gesundheit sowie sozio-ökonomische Aspekte. Das Forschungsnetzwerk mit vier afrikanischen und zwei deutschen Partnern hat folgende Ziele definiert: Untersuchung der Pathomechanismen in einem One-Health-Ansatz; Implementierung von Therapiestrategien für Zystizerkose vor dem Hintergrund der afrikanischen HIV-Epidemie; intensive epidemiologische Aufarbeitung der lokalen Endemiesituation zur Verbesserung der Prävention; Entwicklung von kostengünstigem, an lokale Gegebenheiten angepasstem TSCT/NCC Aufklärungsmaterial; intensive netzwerkgetriebene Zusammenarbeit zur Förderung von Capacity Building auf nationaler und internationaler Ebene; institutioneller und systemischer Strukturaufbau inklusive der Etablierung einer virtuellen One-Health Plattform mit integrierter "research school" in den afrikanischen Partnerländern.