Fördermaßnahme

Modul II: Demonstratoren zur Individualisierten Medizin

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2018
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Gesamte Fördersumme: bis zu 8,1 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 4 Verbünde mit insgesamt 16 Zuwendungsempfängern
Veröffentlichung der Bekanntmachung:  2013
Förderzeitraum:  2015 – 2019
Gesamte Fördersumme:  bis zu 21,1 Mio. EUR 
Anzahl der Projekte:  8 Verbünde mit insgesamt 38 Zuwendungsempfängern

1. Ziele der Fördermaßnahme

Mit der Fördermaßnahme e:Med Modul II „Demonstratoren“ soll gezeigt werden, dass die großen in der lebenswissenschaftlichen Grundlagenforschung entstehenden Datensätze für die individualisierte Medizin genutzt werden können. Moderne Hochdurchsatzverfahren und die Weiterentwicklung in den Informationswissenschaften machen es heute möglich, immer größere, medizinisch relevante Datenmengen systematisch zu analysieren. Diese Datensätze haben einen enormen Informationsgehalt, dessen prognostischer, diagnostischer und therapeutischer Wert für die Medizin besser genutzt werden kann. Ein zentraler Aspekt in e:Med Modul II "Demonstratoren" ist daher die verstärkte Übertragung der Ergebnisse der vorklinischen Grundlagenforschung in den klinischen Alltag (klinische Translation), die durch den verstärkten Einsatz der Informationswissenschaften erreicht werden soll.

2. Stand der Fördermaßnahme

Im Rahmen der ersten Bekanntmachung zu Modul II „Demonstratoren zur Individualisierten Medizin“ des Forschungs- und Förderkonzepts e:Med Maßnahmen zur Etablierung der Systemmedizin“ werden bzw. wurden seit März 2015 insgesamt 38 universitäre, außeruniversitäre bzw. industrielle Forschungseinrichtungen gefördert, verteilt auf acht Verbundprojekte. Sechs davon befassen sich inhaltlich mit der Thematik Krebs, eines mit der Funktionsweise des Herzen und eines mit der Krankheit Parkinson.

In den acht interdisziplinären Forschungsverbünden arbeiten theoretische, grundlagennahe und klinische Arbeitsgruppen gemeinsam an krankheitsbezogenen Forschungsfragen. Die Zuwendungsempfänger weisen sich durch einschlägige Vorarbeiten im Bereich der Genom- und Postgenom-Forschung bzw. Systembiologie und im medizinischen Bereich aus. Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen auf dem Verfügbarmachen von Daten, ihrer Analyse und Integration sowie auf dem wechselseitigen Prozess von Modellierung und Anwendung.

Auch bei der zweiten Bekanntmachung zu Modul II "Demonstratoren zur Individualisierten Medizin" im Rahmen des Forschungs- und Förderkonzepts e:Med steht der Beleg der klinischen Anwendbarkeit im Mittelpunkt. Es soll gezeigt werden, wie systemmedizinische Ergebnisse und entwickelte systemmedizinische Modelle in der individualisierten Medizin eingesetzt werden können, um Grundlagen für die Entwicklung innovativer Verfahren für Diagnostik, Therapie und Prävention von Krankheiten zu schaffen.

Im Herbst 2018 wurden vier interdisziplinäre Verbünde mit insgesamt 16 Zuwendungsempfängern zur Förderung ausgewählt. Drei dieser vier Verbünde sind im Sommer 2019 gestartet, der Arbeitsbeginn des vierten Verbundes ist für September 2019 vorgesehen.