Verbund

GUIDE-IBD – Molekulare Therapiesteuerung bei Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Das Verbundprojekt GUIDE-IBD beschäftigt sich mit der Therapieoptimierung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Unter diesem Sammelbegriff werden wiederkehrende oder dauerhafte entzündliche Erkrankungen des Darms zusammengefasst, die in der Regel in Schüben verlaufen. Die beiden häufigsten Vertreter dieser Krankheit sind Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, oft leiden gerade jüngere Menschen daran. Bis heute ist nicht zweifelsfrei klar, was eine solche Erkrankung verursacht und wie sie genau entsteht. Nach heutigem Stand der Wissenschaft geht man davon aus, dass es sich um Autoimmunerkrankungen handelt, bei denen auch genetische Faktoren eine Rolle spielen können. Derzeit ist keine vollständige Heilung möglich. Selbst die modernsten Therapieansätze führen lediglich bei jedem zweiten Patienten zu einer oftmals nur temporären Rückbildung der Krankheitssymptome.

Hier setzt GUIDE-IBD an: Im Rahmen des Projekts soll eine optimierte Therapiesteuerung unter realen Bedingungen in der klinischen Praxis erprobt werden. Im Zentrum steht dabei eine Beobachtungsstudie an einem kleinen, 100 Personen umfassenden Patientenkollektiv. Es ist geplant, jeweils 50 Patientinnen und Patienten entweder nach der zurzeit besten Standardtherapie oder nach einer optimierten individualisierten Therapie zu behandeln. Anschließend soll der Therapieerfolg beider Ansätze an genau definierten Endpunkten miteinander verglichen werden. Innerhalb der Beobachtungsstudie werden den behandelnden Ärztinnen und Ärzten dabei keinerlei Therapieentscheidungen vorgegeben. Alle medizinischen Entscheidungen sollen im Rahmen einer Therapiekonferenz gemeinsam von den Ärztinnen und Ärzten diskutiert und festgelegt werden. Im Gegensatz zu der konventionellen Standardtherapie stehen den Medizinern bei der optimierten Therapie jedoch zusätzliche Informationen etwa in Form von verschiedenen molekularen Krankheitsparametern zur Verfügung, mit deren Hilfe eine individuelle Therapieentscheidung getroffen werden soll. So sollen die Möglichkeiten einer individuellen Therapiesteuerung insgesamt verbessert und der Behandlungserfolg erhöht werden. Im Erfolgsfall ist geplant, die Therapieoptimierung in die klinische Routine zu überführen.

Teilprojekte

Teilprojekt Kiel

Förderkennzeichen: 031L0188A
Gesamte Fördersumme: 1.716.089 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Schreiber
Adresse: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel - Institut für Klinische Molekularbiologie
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel

Teilprojekt Kiel

Teilprojekt Hamburg

Förderkennzeichen: 031L0188B
Gesamte Fördersumme: 195.467 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Samuel Huber
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Teilprojekt Hamburg

Teilprojekt Hannover

Förderkennzeichen: 031L0188C
Gesamte Fördersumme: 199.978 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Ursula Seidler
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover - Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie - OE 6810
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Teilprojekt Hannover

Teilprojekt Stuttgart

Förderkennzeichen: 031L0188D
Gesamte Fördersumme: 174.249 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Matthias Schwab
Adresse: Robert Bosch - Gesellschaft für medizinische Forschung mbH - Dr. Margarete Fischer-Bosch - Institut für Klinische Pharmakologie
Auerbachstr.112
70376 Stuttgart

Teilprojekt Stuttgart