Verbund

RAADO

Antibiotikaresistente Bakterien stellen ein zunehmendes Risiko für die Gesundheit dar. Sie sind unter anderem für Krankenhausinfektionen (sogenannte nosokomiale Infektionen) verantwortlich. Daher ist Forschung zur Entstehung der Resistenzen und ihrer Überwindung von größter Wichtigkeit.

Das virtuelle Forschungsinstitut (virtual research institute, VRI) der Joint Programming Initiative on Antimicrobial Resistance (JPIAMR) soll dazu dienen, der Forschung zu antimikrobiellen Resistenzen weltweit eine Austauschplattform zu bieten. Damit sollen sich ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammengeführt werden. Durch kooperative Ansätze sollen Fortschritte bei Prävention, Surveillance und Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen erzielt werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen sind. Im Rahmen des VRI werden sich die Partner des Expertennetzwerkes RAADO auf die frühen Stadien der Entdeckung und Entwicklung neuer antibiotisch wirksamer Substanzen konzentrieren, um so die Weiterentwicklung neuer Wirkstoffe zur klinisch-therapeutischen Anwendung voranzutreiben. Dazu soll im ersten Jahr der Netzwerkarbeit eine gemeinsame Interaktionsplattform eingerichtet werden, damit die Partner optimal vernetzt werden, die jeweiligen Expertisen herausgestellt werden und Zugang zu lokalen Datenbanken ermöglicht wird.

Das RAADO-Netzwerk wird in seiner ersten Phase 36 Forschergruppen aus 14 verschiedenen Ländern umfassen (insgesamt 34 europäische und 2 außereuropäische Mitglieder). Dabei handelt es sich mehrheitlich um akademische Partner aus den Forschungsgebieten Naturstoffe, Medizinalchemie, medizinische Mikrobiologie und Bioinformatik. Es ist geplant, das Netzwerk nach seiner Initiationsphase schrittweise zu erweitern und weitere Industriepartner zu involvieren.

Teilprojekte

Etablierung eines internationalen Forschungsnetzwerks zur Identifizierung und Entwicklung neuer Antibiotika

Förderkennzeichen: 01KI1829
Gesamte Fördersumme: 50.000 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2020
Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Rolf Müller
Adresse: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
Universitätscampus E8.1
66123 Saarbrücken

Etablierung eines internationalen Forschungsnetzwerks zur Identifizierung und Entwicklung neuer Antibiotika

Das Netzwerk wird in seiner ersten Phase 36 Forschergruppen aus 14 verschiedenen Ländern umfassen (insgesamt 34 europäische und 2 außereuropäische Mitglieder). Dabei handelt es sich mehrheitlich um akademische Partner aus den Forschungsgebieten Naturstoffe, Medizinalchemie, medizinische Mikrobiologie und Bioinformatik. Aus der Industrie ist ebenfalls ein Partner (S. Donadio, Naicons, Italien) vertreten. Es ist geplant, das Netzwerk nach seiner Initiationsphase schrittweise zu erweitern und weitere Industriepartner (z.B. Evotec, Aicuris) zu involvieren. Die gemeinsame Arbeit der Partner innerhalb des JPIAMR-VRI Netzwerks soll auf die frühen Stadien der Entdeckung und Entwicklung neuer antibiotisch wirksamer Substanzen ausgerichtet sein, mit dem Ziel der Translation neuer Wirkstoffe zur klinisch-therapeutischen Anwendung. Dazu soll im ersten Jahr der Netzwerkarbeit eine gemeinsame Interaktionsplattform eingerichtet werden, um die Partner optimal zu vernetzen, die jeweiligen Expertisen herauszustellen und Zugang zu lokalen Datenbanken zu ermöglichen. Desweiteren sollen längerfristige Finanzierungsstrategien, v.a. hinsichtlich projektspezifischer Förderung innerhalb des Netzwerks, mit Interessenvertretern verschiedener Sektoren (Politik, Industrie, globale Gesundheitsfonds etc.) diskutiert und nach Möglichkeit implementiert werden.