Verbund

ReDiCare - Unterstützung von hochbelasteten pflegenden Angehörigen: Eine pragmatische Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit eines gestuften Beratungsansatzes aus Pflegeberatung und telefonischer Kurzzeitpsychotherapie

Etwa 1,86 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland werden zuhause betreut oder gepflegt. Oft übernehmen Angehörige die Pflege. Dadurch werden sie häufig mit belastenden Anforderungen und Lebensveränderungen konfrontiert.Eine pflegebedingte Überlastung geht nicht nur mit negativen gesundheitlichen Folgen für den Pflegenden, sondern auch mit einer schlechteren Pflegequalität einher.

Ziel des Verbundes ist es, die Wirksamkeit eines gestuften Beratungsansatzes bestehend aus einer 3-monatigen erweiterten Pflegeberatung und einer 6-monatigen telefonischen Kurzzeitpsychotherapie auf seine Wirksamkeit im Vergleich zur Routineversorgung zu untersuchen. Hierzu wird eine randomisierte Studie mit hochbelasteten pflegenden Angehörigen durchgeführt. Für die Umsetzung der Studie werden Pflegeberater sowie Psychotherapeuten geschult. Die Studie wird durch eine umfangreiche Prozessevaluation begleitet.

Im Erfolgsfall leisten die Ergebnisse des Verbundes einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung häuslicher Pflegearrangements durch die Beratung von hoch belasteten pflegenden Angehörigen. Gleichzeitig werden durch den versorgungsnahen Charakter der Intervention und den Einbezug von Pflegekassen wichtige Informationen für eine zukünftige Umsetzung der Ergebnisse in den Versorgungsalltag gewonnen.

Teilprojekte

Teilvorhaben Robert-Bosch-Krankenhaus - Koordination, Intervention zur Pflegeberatung

Förderkennzeichen: 01GL1702A
Gesamte Fördersumme: 1.169.054 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2021
Projektleitung: Dr. Klaus Pfeiffer
Adresse: Robert-Bosch-Krankenhaus Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Klinik für Geriatrische Rehabilitation
Auerbachstr. 110
70376 Stuttgart

Teilvorhaben Robert-Bosch-Krankenhaus - Koordination, Intervention zur Pflegeberatung

Das Teilvorhaben umfasst die Arbeitspakete bei der Robert-Bosch Gesellschaft. Sie übernimmt die Koordination des Verbundprojektes. Zudem sind sie schwerpunktmäßig verantwortlich für die Umsetzung der Intervention zur Pflegeberatung (inkl. Schulung und Begleitung der Pflegeberater) sowie für die Prozessevaluation.

Teilvorhaben der Universität Jena - Umsetzung der Ppsychotherapeutischen telefonischen Intervention

Förderkennzeichen: 01GL1702B
Gesamte Fördersumme: 1.153.493 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Wilz
Adresse: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Psychologie, Abt. Klinisch-Psychologische Intervention
Humboldtstr. 11
07743 Jena

Teilvorhaben der Universität Jena - Umsetzung der Ppsychotherapeutischen telefonischen Intervention

Das Teilvorhaben umfasst die Arbeitspakete der Universität Jena. Die Universität Jena übernimmt schwerpunktmäßig die Umsetzung und Evaluation der psychotherapeutischen telefonischen Intervention inklusive der Schulung und Supervision der Psychotherapeuten.

Teilvorhaben Universität Ulm - Randomisation und Datenmanagement

Förderkennzeichen: 01GL1702C
Gesamte Fördersumme: 114.229 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Dietrich Rothenbacher
Adresse: Universität Ulm, Universitätsklinikum, Institut für Epidemiologie und medizinische Biometrie
Schwabstr. 13
89081 Ulm

Teilvorhaben Universität Ulm - Randomisation und Datenmanagement

Das Teilvorhaben umfasst die Arbeitspakete der Universität Ulm. Im Vorhaben werden die Daten in einer zentralen Datenbank zusammengeführt und eine gemeinsame Plattform zum Datenaustausch für die Partner bereitgestellt. Die Universität Ulm ist zudem verantwortlich für die Randomisation und das Datenmanagement.