Teilprojekt eines Verbundes

In silico Vorhersage von dynamischen Veränderungen im neurochemischen Konnektom bei Suchterkrankungen

Förderkennzeichen: 01ZX1909B
Fördersumme: 257.346 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: PD Dr. Dr. Hamid Noori
Adresse: Max-Planck-Gesellschaft (MPG), vertreten durch das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik
Max-Planck-Ring 8 - 14
72076 Tübingen

Substanzgebrauchsstörungen (SUDs) sind definiert durch zwanghaften Drogenkonsum, Verlangen und Rückfälle, die auch nach Jahren der Abstinenz auftreten können. SUDs umfassen mehrere Substanzklassen, einschließlich Alkohol, Nikotin, Cannabis, Opioide und Stimulanzien. Eine grundlegende Frage in der Suchtforschung ist: "Wie unterscheiden sich die verschiedenen SUDs und welche gemeinsamen pathologischen Phänomene gibt es?" Im Projekt SysMedSUDs wird untersuchen, inwieweit Störungen, die mit Alkohol-, Nikotin-, Heroin-, Cannabis- oder Kokainkonsum einhergehen, genetische, epigenetische, transkriptomische und neurochemische Mechanismen teilen. Es werden mehrere Systemebenen bei Menschen und Ratten parallel untersucht. Im Teilprojekt 4 werden vergleichende in silico-Untersuchungen auf der Systemebene des neurochemischen Konnektoms durchgeführt. Ziel dabei ist für die verschiedenen Drogenklassen gehirnweite Veränderungen der Neurotransmitterveränderungen mathematisch zu berechnen und sogenannte neurochemische Fingerprints für die fünf Drogenklassen nach akuter und chronischer Einnahme zu ermitteln.