Verbund

iTREAT - Entwicklung individualisierter Behandlungspfade bei Psoriasis und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen durch systemmedizinische Ansätze

Chronisch-entzündliche Erkrankungen (CIDs) bilden eine Gruppe von immunvermittelten Krankheiten mit steigender Inzidenz und schnell wachsenden Kosten für das Gesundheitssystem. Der Forschungsverbund konzentriert sich dabei auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Darmtrakt) und Psoriasis (Haut), die trotz unterschiedlicher Organmanifestationen ein hohes Maß an klinischen Ähnlichkeiten aufweisen. Heute haben diese beiden chronischen Erkrankungen immer noch einen erheblichen klinischen Verbesserungsbedarf, da sie eine lebenslange Behandlung erfordern und eine hohe Rate von primärem und sekundärem Therapieversagen aufweisen und letztlich fast immer eine gewisse Krankheitsaktivität bestehen bleibt.

Der Forschungsverbund hat drei Hauptziele: 1) Identifikation früher Marker und mechanistischer Prinzipien zur möglichen Verbesserung des Therapieerfolgs bei den genannten Krankheiten, 2) Verständnis des vielfach zu beobachtenden unterschiedlichen molekularen Krankheitsverlaufes innerhalb eines kranken Gesamtgewebes und 3) die Untersuchung der molekularen Grundlagen einer häufig zu beobachtenden grundlegenden Neuausrichtung entzündlicher Reaktionen nach erfolgtem Therapieversuch. Letztgenanntes Ziel könnte zur Entwicklung neuer Therapieformen führen, bei denen man sich die schrittweise Re-programmierung der immunologischen Signale positiv zunutze macht.

Der Verbund hat sechs methodisch geprägte Teilprojekte, die einen aufeinander ausgerichteten gemeinsame Ansatz verfolgen und die oben genannten drei Hauptziele in beiden Krankheiten parallel analysieren. Letztliches Ziel ist die Erstellung prädiktiver Modelle des Ansprechens auf die Therapie und der langfristigen Therapieergebnisse.

Teilprojekte

Diagnostik, Immungenetik, metabolische Netzwerke und deren Modellierung (TP1, 2,4, 5, 6)

Förderkennzeichen: 01ZX1902A
Gesamte Fördersumme: 2.228.539 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Philip Rosenstiel
Adresse: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Institut für Klinische Molekularbiologie
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel

Diagnostik, Immungenetik, metabolische Netzwerke und deren Modellierung (TP1, 2,4, 5, 6)

Chronisch-entzündliche Erkrankungen (CIDs) bilden eine Gruppe von immunvermittelten Krankheiten mit steigender Inzidenz und schnell wachsenden Kosten. Der Verbund konzentriert sich auf zwei verschiedene Modellerkrankungen: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Darmtrakt, CED) und Psoriasis (Haut, PSO), die trotz unterschiedlicher Organmanifestationen ein hohes Maß an klinischen und molekular-ätiologischen Ähnlichkeiten aufweisen. Dies betrifft z. B. genetische Risikokarten, bei denen eine hohe Schnittmenge an Risikoloci gefunden wurde, aber auch deregulierte Zytokinnetzwerke, mit einer überschießenden Th17 Antwort. Klinisch werden die beiden Krankheiten mit überlappenden Therapieprinzipien (Biologika, z. B. Anti-TNF, anti-p40 (IL-12/23)) behandelt. Trotz diagnostischer und therapeutischer Fortschritte haben diese beiden chronischen Erkrankungen immer noch einen erheblichen klinischen Verbesserungsbedarf, da sie eine lebenslange Behandlung erfordern und eine hohe Rate von primärem und sekundärem Therapieversagen aufweisen. Zwischen den Erkrankungen ist dabei die Rate des Therapieansprechens und die Dauer des immunsuppressiven Effekts unterschiedlich, häufig bleibt residuale Krankheitsaktivität trotz adäquater Therapie bestehen. Das Projekt hat drei Hauptziele 1) Identifikation früher Marker und mechanistischer Prinzipien von Response und Non-Response, 2) Verständnis der molekularen Pathophysiologie therapieresistenter "Gewebsinseln" und der räumlichen Heterogenität von Therapieantwort und 3) die Untersuchung des Prinzips der Pathomorphose, bei der eine Therapie zu einer grundlegenden Veränderung der entzündlichen Reaktion führt (z. B. psoriasiforme Hautautoimmunität nach Anti-TNF Therapie bei CED). Letztgenanntes Ziel könnte zur Entwicklung von sogenannten sequenziellen Therapiepfaden führen, bei denen man sich die schrittweise Reprogrammierung der immunologischen Signale zunutze macht.

Analyse zur Einzelzellheterogenität

Förderkennzeichen: 01ZX1902B
Gesamte Fördersumme: 579.267 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Joachim Schultze
Adresse: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Life and Medical Sciences (Limes) Institut
Carl-Troll-Str. 31
53115 Bonn

Analyse zur Einzelzellheterogenität

Chronisch-entzündliche Erkrankungen (CIDs) bilden eine Gruppe von immunvermittelten Krankheiten mit steigender Inzidenz und schnell wachsenden Kosten. Der Verbund konzentriert sich auf zwei verschiedene Modellerkrankungen: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Darmtrakt, CED) und Psoriasis (Haut, PSO), die trotz unterschiedlicher Organmanifestationen ein hohes Maß an klinischen und molekular-ätiologischen Ähnlichkeiten aufweisen. Dies betrifft z. B. genetische Risikokarten, bei denen eine hohe Schnittmenge an Risikoloci gefunden wurde, aber auch deregulierte Zytokinnetzwerke, mit einer überschießenden Th17 Antwort. Klinisch werden die beiden Krankheiten mit überlappenden Therapieprinzipien (Biologika, z. B. Anti-TNF, anti-p40 (IL-12/23)) behandelt. Trotz diagnostischer und therapeutischer Fortschritte haben diese beiden chronischen Erkrankungen immer noch einen erheblichen klinischen Verbesserungsbedarf, da sie eine lebenslange Behandlung erfordern und eine hohe Rate von primärem und sekundärem Therapieversagen aufweisen. Zwischen den Erkrankungen ist dabei die Rate des Therapieansprechens und die Dauer des immunsuppressiven Effekts unterschiedlich, häufig bleibt residuale Krankheitsaktivität trotz adäquater Therapie bestehen. Das Projekt hat drei Hauptziele 1) Identifikation früher Marker und mechanistischer Prinzipien von Response und Non-Response, 2) Verständnis der molekularen Pathophysiologie therapieresistenter "Gewebsinseln" und der räumlichen Heterogenität von Therapieantwort und 3) die Untersuchung des Prinzips der Pathomorphose, bei der eine Therapie zu einer grundlegenden Veränderung der entzündlichen Reaktion führt (z. B. psoriasiforme Hautautoimmunität nach Anti-TNF Therapie bei CED). Letztgenanntes Ziel könnte zur Entwicklung von sogenannten sequenziellen Therapiepfaden führen, bei denen man sich die schrittweise Reprogrammierung der immunologischen Signale zunutze macht.

Systempathologie und räumlich aufgelöste Immunzellphänotypisierung (TP4)

Förderkennzeichen: 01ZX1902C
Gesamte Fördersumme: 401.150 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Friedrich Feuerhake
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Pathologie
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Systempathologie und räumlich aufgelöste Immunzellphänotypisierung (TP4)

Chronisch-entzündliche Erkrankungen (CIDs) bilden eine Gruppe von immunvermittelten Krankheiten mit steigender Inzidenz und schnell wachsenden Kosten. Der Verbund konzentriert sich auf zwei verschiedene Modellerkrankungen: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Darmtrakt, CED) und Psoriasis (Haut, PSO), die trotz unterschiedlicher Organmanifestationen ein hohes Maß an klinischen und molekular-ätiologischen Ähnlichkeiten aufweisen. Dies betrifft z. B. genetische Risikokarten, bei denen eine hohe Schnittmenge an Risikoloci gefunden wurde, aber auch deregulierte Zytokinnetzwerke, mit einer überschießenden Th17 Antwort. Klinisch werden die beiden Krankheiten mit überlappenden Therapieprinzipien (Biologika, z. B. Anti-TNF, anti-p40 (IL-12/23)) behandelt. Trotz diagnostischer und therapeutischer Fortschritte haben diese beiden chronischen Erkrankungen immer noch einen erheblichen klinischen Verbesserungsbedarf, da sie eine lebenslange Behandlung erfordern und eine hohe Rate von primärem und sekundärem Therapieversagen aufweisen. Zwischen den Erkrankungen ist dabei die Rate des Therapieansprechens und die Dauer des immunsuppressiven Effekts unterschiedlich, häufig bleibt residuale Krankheitsaktivität trotz adäquater Therapie bestehen. Das Projekt hat drei Hauptziele 1) Identifikation früher Marker und mechanistischer Prinzipien von Response und Non-Response, 2) Verständnis der molekularen Pathophysiologie therapieresistenter "Gewebsinseln" und der räumlichen Heterogenität von Therapieantwort und 3) die Untersuchung des Prinzips der Pathomorphose, bei der eine Therapie zu einer grundlegenden Veränderung der entzündlichen Reaktion führt (z. B. psoriasiforme Hautautoimmunität nach Anti-TNF Therapie bei CED). Letztgenanntes Ziel könnte zur Entwicklung von sogenannten sequenziellen Therapiepfaden führen, bei denen man sich die schrittweise Reprogrammierung der immunologischen Signale zunutze macht.