Verbund

PANC-STRAT

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs stellt eine der größten Herausforderungen der modernen Krebsmedizin dar. 80% der Patienten sind dabei ohne Option auf Heilung, was zu einer sehr geringen Lebenserwartung von nur sechs Monaten führt. Derzeitige Chemotherapien können das Leben bestenfalls um einige Monate verlängern. Eine Vielzahl von klinischen Studien mit klassischen Chemotherapeutika und neueren zielgerichteten Therapieverfahren brachte bisher leider keinen durchschlagenden Erfolg. Allerdings traten in nahezu allen klinischen Studien therapeutische Vorteile für einzelne Patientinnen und Patienten auf. Dies ist ein Hinweis, der auf die Uneinheitlichkeit der Krankheit deuten lässt. Trotzdem sind bisher keine Biomarker im klinischen Einsatz, die eine Vorhersage über das Ansprechen einer bestimmten Therapie ermöglichen. Ziel von PANC-STRAT ist es, ein ganzheitliches Bild der Erkrankung des Bauchspeicheldrüsenkrebses zu erlangen. An dem Verbund sind Vertreter aus Medizinischer Forschung, Krebsforschung, Biotechnologie, System-Medizin und Systembiologie beteiligt. Das übergreifende Ziel ist die Unterteilung von Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in Subgruppen auf Basis von genetischen, molekularen oder zellulären Merkmalen. Dadurch soll die Therapie und Diagnostik dieser Krankheit erheblich verbessert werden.

Teilprojekte

TP 2, TP 4 und TP 7

Förderkennzeichen: 01ZX1605A
Gesamte Fördersumme: 495 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Roland Eils
Adresse: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Abt. Theoretische Bioinformatik B080
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

TP 2, TP 4 und TP 7

Im Rahmen des Konsortiums soll ein Systemmedizin-Ansatz verfolgt werden, der auf einer Hochdurchsatz-Profilierung von Patienten mit einem duktalen Adenokarzinom des Pankreas (PDAC-Patienten) beruht. Dabei wird ein "klassischer" Ansatz zur Profilierung von PDAC-Genomen, Transkriptomen und Epigenomen durch einen proprietären Ansatz zur Entwicklung von Patienten-spezifischen Mausmodellen und Zelllinien ergänzt. Aufgabe des DKFZ ist dabei die bioinformatorische und systembiologische Analyse der Daten und die Generierung neuer Hypothesen zur Überprüfung in zellulären und Mausmodellen sowie im klinischen Umfeld. Daneben ist das DKFZ für das zentrale Datenmanagement verantwortlich.

Abgeschlossen

TP 3, TP 4 und TP 5

Förderkennzeichen: 01ZX1605B
Gesamte Fördersumme: 416 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Trumpp
Adresse: HI-STEM - Heidelberg Institute for Stem Cell Technology and Experimental Medicine gGmbH
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

TP 3, TP 4 und TP 5

Ein Schwerpunkt der Arbeiten, die von der HI-STEM gGmbH durchgeführt werden, ist die Generierung von in vitro und in vivo-Modellen für die Überprüfung von Hypothesen sowie der Testung von Medikamentenkandidaten.

Abgeschlossen

TP 1, TP 5 und TP 6

Förderkennzeichen: 01ZX1605C
Gesamte Fördersumme: 427 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Thilo Hackert
Adresse: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Chirurgische Klinik, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg

TP 1, TP 5 und TP 6

Das Universitätsklinikum Heidelberg sorgt für die Bereitstellung von umfassend annotierten Gewebeproben für die der Datengeneration zu Grunde liegende PANC-STRAT-Kohorte. Außerdem ist das Universitätsklinikum für die unabhängige Validierung und Umsetzung der erstellten Biomarker bzw. Stratifikations-Signaturen in das klinische Setting zuständig. Weiterhin steuert die AG Offringa arbeiten zur Krebs-Immuntherapie bei.

Abgeschlossen

TP 1 und TP 6

Förderkennzeichen: 01ZX1605D
Gesamte Fördersumme: 285 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Wilko Weichert
Adresse: Technische Universität München, Fakultät für Medizin - Institut für Pathologie
Trogerstr. 18
81675 München

TP 1 und TP 6

Die Rolle der translationalen Pathologie im Verbund liegt hier im Wesentlichen in der morphomolekularen Charakterisierung der Patientengewebe und Xenografts sowie in der Zusammenstellung und Untersuchung der Pankreaskarzinomvalidierungskohorten mittels spezifisch aus den Daten entwickelter gewebsbasierter molekularer Assays unterschiedlichster Modalitäten. Ziel ist es hier letztlich parallel zu neuen Behandlungsstrategien Assays zu entwickeln, die im Patientenhochdurchsatzsetting in die diagnostische Routine überführt werden können, um eine individualisierte Patientenbehandlung zu ermöglichen.