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SYNACTION

Bei der Parkinson-Krankheit, der Multisystematrophie und der Lewy-Körper-Demenz handelt es sich um neurodegenerative Erkrankungen. Eine Gemeinsamkeit dieser Erkrankungen besteht darin, dass sich fehlgefaltete Alpha-Synuklein Proteine im Gehirn ablagern. Die genauen Prozesse, die bei der Ausbreitung von Alpha-Synuklein-Ablagerungen eine Rolle spielen und sich auf den Verlauf der jeweiligen Erkrankung auswirken, sind jedoch noch unzureichend verstanden. Sie sind daher Gegenstand intensiver Forschung. Im transnationalen Forschungsvorhaben SYNACTION werden zunächst fehlgefaltete Proteinvarianten von Alpha-Synuklein strukturell, biochemisch und zellbiologisch analysiert. In einem zweiten Schritt wird die Ausbreitung der Alpha-Synuklein-Ablagerungen mittels hochauflösenden bildgebenden Verfahren in transgenen Mäusen untersucht. Es wird zudem untersucht, inwieweit das Immunsystem bei diesen Prozessen eine Rolle spielt.

Teilprojekte

Aufschlüsselung der pathophysiologischen Rolle der Alpha-Synuklein-Aggregation, Fortleitung und Neuroinflammation bei Neurodegeneration

Förderkennzeichen: 01ED1603
Gesamte Fördersumme: 278.291 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Michael Heneka
Adresse: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum, Klinik und Poliklinik für Neurologie
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Aufschlüsselung der pathophysiologischen Rolle der Alpha-Synuklein-Aggregation, Fortleitung und Neuroinflammation bei Neurodegeneration

Fehlgefaltete Proteinaggregate, sogenannte Synukleinopathien, treten bei einer Vielzahl neurodegenerativer Erkrankungen auf, auch wenn sich die zugrundeliegenden Proteine unterscheiden (Synuklein bei Parkinson, amyloid beta bei Alzheimer und Huntingtin bei Morbus Huntington). Das molekulare Kernmerkmal von Synukleinopathien sind synukleinreiche Ablagerungen. Es gibt Hinweise darauf, dass ein initialer pathogenetischer Prozess die Ausbreitung der Fehlfaltung und damit der Erkrankung im Gehirn auslöst. Dieses Projekt untersucht daher die Hypothese, dass distinkte klinische und pathologische Phänotypen durch heterogene Alpha-Synuklein Veränderungen und eine dadurch vermittelte unterschiedliche Neurotoxizität und Neuroinflammation ausgelöst werden. Das Projekt wird sowohl Tiermodelle untersuchen als auch humane Proben aus den entsprechenden Erkrankungen analysieren.