Verbund

AMOEBAC - Analyse der Interaktion von Entamoeba histolytica und Bakterien in der intestinalen Pathogenese

Im Verbundprojekt AMOEBAC sollen die Amöbenruhr näher untersucht und neue Behandlungsstrategien etabliert werden. Die Amöbenruhr wird von einem Wechseltierchen (der Amöbe Entamoeba histolytica) verursacht, das im menschlichen Dickdarm lebt. Infektionen, die durch diesen Parasiten ausgelöst werden, stellen weltweit eine Herausforderung für die Gesundheitssysteme dar. Nach Angaben der WHO leiden über 50 Millionen Menschen an der Amöbenruhr, ca. 100.000 Menschen sterben jährlich daran. Insbesondere Entwicklungsländer sind sehr stark betroffen. Impfstoffe gegen diese Infektionskrankheit sind nicht verfügbar und die Anwendung von vorhandenen Medikamenten ist mit Nebenwirkungen und der Ausbildung von Resistenzen verbunden.
Das internationale Verbundprojekt, mit Beteiligung von Forschungsgruppen aus Deutschland, Israel, Frankreich und Indien, zielt darauf ab, die Infektionsvorgänge bei der Amöbenruhr besser zu verstehen. Dabei soll insbesondere die Wechselwirkung der krankmachenden Amöben mit der natürlichen bakteriellen Darmflora auf molekularer Ebene näher untersucht werden. Hierfür sind sowohl die Anwendung sogenannter Metabolomics-Methoden als auch biochemische und analytische Herangehensweisen vorgesehen. Das deutsche Teilprojekt ist dabei insbesondere für die Bearbeitung der Metabolom-Analysen zuständig; dadurch sollen vertiefende Einblicke in die Zellphysiologie der verschiedenen beteiligten Bakterien gewonnen werden.

Teilprojekte

Abgeschlossen

Teilprojekt Greifswald

Förderkennzeichen: 031L0004
Gesamte Fördersumme: 209.530 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Michael Lalk
Adresse: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Biochemie
Felix-Hausdorff-Str. 4
17489 Greifswald

Teilprojekt Greifswald