Verbund

PROANTILIS - Pro- und antiinflammatorische Signale fördern die Infektion durch Listeria monocytogenes

Der Verbund PROANTILIS besteht aus einem deutschen, einem israelischen, einem portugiesischen und zwei französischen Partnern. Das Vorhaben wird vom deutschen Projektpartner koordiniert und beschäftigt sich mit der Infektionskrankheit Listeriose. Diese entsteht meist durch den Erreger Listeria monocytogenes, der durch Lebensmittel aufgenommen wird. Listeriose kommt beim Menschen vor allem bei Schwangeren bzw. deren ungeborenen Kindern, bei Neugeborenen, bei alten Menschen und bei Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr vor. Die Infektion führt zu schweren Komplikationen und endet häufig tödlich. Die Zahl der Listeriosen mit teils tödlichem Ausgang ist in den letzten Jahren in Europa angestiegen.
Ziel dieses Projektes ist es, von L. monocytogenes abgegebene RNA-Moleküle zu isolieren, zu identifizieren und deren Rolle in Immunantwort und für Zellstress des Wirtes zu untersuchen. Weiterhin soll auch ein bestimmtes, in das Wachstum und Überleben von Zellen involviertes Protein (NR4A1) auf seine dahingehende Funktion erforscht werden. Bekannt ist, dass dieses Protein in anderem Zusammenhang und bei Fehlfunktion (z.B. bei Infektionen) entzündungs- und krebsfördernde Wirkung haben kann. Ein weiteres Ziel des Vorhabens ist es, die durch das Protein Listeriolysin O aktivierte Signalübertragung in Kontext zu pro- und anti-entzündlichen Immunantworten des Wirtes zu bringen. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse neue Therapiestrategien ermöglichen werden.

Teilprojekte

Abgeschlossen

Teilprojekt Gießen

Förderkennzeichen: 031A411
Gesamte Fördersumme: 313.200 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Trinad Chakraborty
Adresse: Justus-Liebig-Universität Gießen, FB 11 - Medizin und Universitätsklinikum, Medizinische Mikrobiologie und Virologie, Institut für Medizinische Mikrobiologie
Schubertstr. 81
35392 Gießen

Teilprojekt Gießen