TP A2: Genetik des humanen (schweren) kombinierten Immundefekts (S)CID

Förderkennzeichen: 01GM1517B
Fördersumme: 301.986 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Dr. Klaus Schwarz
Adresse: Universität Ulm – Universitätsklinikum Zentrum für Innere Medizin Institut für Transfusionsmedizin
Helmholtzstr. 10
89081 Ulm

Die Analyse (schwerer) kombinierter Immundefekte ([S]CID) hat einen erheblichen Beitrag zum Verständnis des humanen Immunsystems geleistet. Gegenwärtig sind ca. 20 Gene bekannt, deren Defekt eine humane (S)CID-Erkrankung verursachen kann. Eine erhebliche Anzahl von (S)CID-Patienten verbleibt jedoch ohne molekulare Diagnose obwohl abhängig vom Immunophänotyp alle in Frage kommenden Gene untersucht wurden. In Zusammenarbeit mit einer Mehrzahl deutscher Immundefektzentren wollen wir neue (S)CID-Patienten auf der Basis klinischer und immunologischer Daten identifizieren. Nach Ausschluss der Patienten, die einen bekannten Defekt tragen, werden wir durch Kandidatengensequenzierung, durch Homozygotiekartierung und Exom-/Genomsequenzierung bei ausgewählten, unklaren SCID-Fällen die molekulare Basis der Erkrankung klären. Die Natur des Gens und seines kodierten Proteins geben dann vor, mit welcher weiteren Methodik die molekulare Pathophysiologie aufgeklärt werden kann. Arbeitsschritte sind: Identifikation von (S)CID-Patienten aus der Patientenklientel der PID-NET Netzwerkteilnehmer und der (S)CID-Datenbank auf der Basis klinischer, immunologischer und molekularer Analysen; Genomische DNA-Sequenzierung zum Ausschluss bekannter Gendefekte; Identifikation neuer molekularer Defekte bei unklaren (S)CID-Fällen basierend auf der Analyse von Kandidatengenen sowie auf der Analyse von Homozygotie Kartierungen und durch Exom-/Genomsequenzierung; Ausarbeitung der molekularen Pathophysiologie dieser (S)CID-Fälle an geeigneten Zell- und Tiermodellen.