Verbund

ACM-HF

Arrhythmogene Kardiomyopathie (ACM) ist eine genetische Erkrankung, die vor allem junge Menschen und Athleten betrifft. Sie ist durch den fortschreitenden Verlust von Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten, CM), deren Ersatz durch Binde- und Fettgewebe sowie von Entzündungsreaktionen, der Entwicklung einer Herzinsuffizienz (HF) und krankhaften Rhythmusstörungen gekennzeichnet. Es konnte gezeigt werden, dass mesenchymale Stromazellen des menschlichen Herzens (kardiomesenchymale Stromazellen, C-MSCs) entscheidende Faktoren sind, die an einer ACM-Entwicklung beteiligt sind. Damit stellen diese ein mögliches Behandlungsziel dar.

Das Vorhaben untersucht das zelluläre Zusammenspiel, das zur Entstehung der Krankheit führt. Es trägt zur Etablierung einer Plattform bei, die dazu dient, potenzielle Therapeutika zu entwickeln und zu testen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen der Frage nach, inwiefern die unterschiedlichen Zelltypen zur ACM-Pathogenese beitragen und welche Mechanismen daran beteiligt sind. Darüber hinaus untersuchen sie epigenetische Arzneimittel, die von der FDA (amerikanische Zulassungsbehörde) zur Therapie der ACM zugelassenen wurden. Im Zentrum des Vorhabens stehen zudem Faktoren, die der Körper absondert, um erkrankte Zellen in menschliche C-MSCs umzuwandeln. Zudem testen sie ausgewählte Moleküle, um die ACM-Degeneration im CSI-Modell zu behandeln.

Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundes "ACM-HF" mit einem französischen, niederländischen, spanischen, slowenischen Partner und einem italienischen Koordinator. Mit der Fördermaßnahme wird das Ziel verfolgt, sich ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammenzuführen. Durch kooperative Forschungsansätze sollen Fortschritte bei Prävention, Diagnose und Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen erzielt werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen sind.

Teilprojekte

In vitro-Modell für Herzzell-Interaktionen als neue Plattform für mechanistische Einblicke und therapeutische Ansätze bei genetisch bedingtem Herzversagen

Förderkennzeichen: 01KL1702
Gesamte Fördersumme: 238.800 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Carlo Gaetano
Adresse: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, FB 16 Medizin und Klinikum, Zentrum der Inneren Medizin, Medizinische Klinik III, Kardiologie
Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt

In vitro-Modell für Herzzell-Interaktionen als neue Plattform für mechanistische Einblicke und therapeutische Ansätze bei genetisch bedingtem Herzversagen

Arrhythmogene Kardiomyopathie (ACM) ist eine genetische Erkrankung, die vor allem junge Menschen und Athleten betrifft und gekennzeichnet ist durch den progressiven Verlust von Kardiomyozyten (CM), fibrotisch-adipöser Ersatz für diese Zellen und Entzündungsreaktionen und führt zu Herzinsuffizienz (HF) und malignen Arrhythmien. Es konnte gezeigt werden, dass menschliche kardio-mesenchymale Stromazellen (C-MSCs) entscheidende Faktoren sind, die an ACM-Entwicklung beteiligt und damit ein mögliches Behandlungsziel sind. Das Vorhaben trägt dazu bei, das zelluläre Zusammenspiel zu untersuchen sowie eine Plattform zu entwickeln, um potenzielle Therapeutika zu entwickeln und zu testen. Projektziele sind die Bestimmung des relativen Beitrags jedes Zelltyps zu ACM-Pathogenese und darunterliegende Mechanismen; die Untersuchung von FDA (Food and Drug Administration, amerikanische Zulassungsbehörde) zugelassenen epigenetischen Arzneimitteln und von sezernierten Faktoren, die den ACM-Phänotyp in menschlichen C-MSCs umkehren sowie die Fähigkeiten ausgewählter Moleküle zu validieren, um die ACM-Degeneration im CSI-Modell zu behandeln. Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundes "ACM-HF" mit einem franzözischen, niederländischen, spanischen, slowenischen Partner und einem italienischen Koordinator.