Verbund

PREMED-CAD

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in der EU und verursachen enorme sozioökonomische Auswirkungen. Die Mehrzahl der Herzinfarkte entsteht infolge einer Koronaren Herzkrankheit. Für sie sind zwar einige Risikofaktoren bekannt - dennoch ist es bisher nicht möglich, auf dieser Grundlage diejenigen Menschen zu identifizieren, die ein erhöhtes Risiko tragen, kurz- oder mittelfristig einen Herzinfarkt zu entwickeln.

Der Forschungsverbund PREMED-CAD verfolgt daher das Ziel, eine neue Biomarker-Signatur zu entwickeln, die das individuelle Risiko für Herzinfarkte anzeigt. Hierzu nutzen die Forscherinnen und Forscher große, vorhandene Datensätze sowie Biobanken, welche biologische Daten, Ergebnisse der funktionellen Bildgebung sowie klinische Angaben von Patientinnen und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit und deren Vorstadien enthalten. Mit bioinformatischen Methoden soll hieraus eine Biomarker-Signatur extrahiert werden und anhand von Mausmodellen und menschlichen Kohorten geprüft werden.

Die Hamburger Forschergruppe stellt hierfür die Daten der Kohorten bereit und prüft die finale Biomarker-Signatur abschließend in einer laufenden klinischen Studie an Patientinnen und Patienten mit subklinischer Ischämie (Gefäßverengung). Das deutsche Forscherteam koordiniert darüber hinaus die Arbeiten des Verbunds "PREMED-CAD". Weitere Forscherteams kommen aus Italien und Frankreich. Die neue Biomarker-Signatur könnte für akademische, wirtschaftliche und gesundheitspolitische Zwecke besonders wichtig sein und die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessern.

Teilprojekte

Präzisionsmedizin bei der Koronaren HerzkrankheitPräzisionsmedizin bei der Koronaren Herzkrankheit

Förderkennzeichen: 01KL1807
Gesamte Fördersumme: 325.799 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Mahir Karakas
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitäres Herzzentrum (UHZ), Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Präzisionsmedizin bei der Koronaren HerzkrankheitPräzisionsmedizin bei der Koronaren Herzkrankheit

Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundes "PREMED-CAD" mit einem französischen und italienischen Partner und einem deutschen Koordinator. Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen die wichtigste Ursache für Morbidität und Mortalität in der EU dar und verursachen enorme sozioökonomische Auswirkungen. Obwohl einige kardiovaskuläre Risikofaktoren bekannt sind, sind die vorhandenen Risikoberechnungen nicht in der Lage, Individuen mit einem erhöhten Kurzzeit-Risiko für einen Herzinfarkt adäquat zu identifizieren. Der Forschungsverbund PREMED-CAD verfolgt daher das Ziel, die Risikobewertung zu verbessern und Menschen mit hohem Herzinfarkt-Risiko frühzeitig zu erkennen. Hierzu wird ein interdisziplinärer und translationaler Ansatz genutzt, der Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kardiologie, Epidemiologie, Bildgebung, Bioinformatik, Statistik und Molekularbiologie vereint. PREMED-CAD baut auf großen, vorhandenen Datensätzen zur Koronaren Herzerkrankung oder deren Vorstadien auf - diese umfassen beispielsweise biologische Daten, Ergebnisse der funktionellen Bildgebung und klinische Angaben. Mit bioinformatischen Methoden wollen die Forscherinnen und Forscher hieraus eine Biomarkersignatur entwickeln, welche sie in Mausmodellen und menschlichen Kohorten prüfen. Die Hamburger Forschergruppe ist hierbei für die Analyse der Kohorten zuständig und prüft die finale Signatur abschließend in einer laufenden klinischen Studie bei Patientinnen und Patienten mit subklinischer Ischämie (Gefäßverengung).