Verbund

MINOTAUR

Herzinsuffizienz ist eine führende Todesursache weltweit. Für die Herzinsuffizienz mit normaler Auswurffraktion (HFpEF) gibt es derzeit keine Therapie. Die Auswurfsfraktion gilt als Maß für die Herzfunktion. Sie gibt an, wieviel Blut aus der Herzkammer ausgestoßen wird. „MINOTAUR“ ist ein multidisziplinäres und transnationales Konsortium, das neue Wege in der Behandlung von HFpEF sucht, indem der Einfluss von natürlich vorkommenden Kalorien-Restriktionsmimetika (CRM) auf die diastolische Herzfunktion getestet wird. CRM üben einen ähnlichen Einfluss auf den Körper aus wie eine kalorienreduzierte Ernährung. Das Konsortium untersucht den Wirkmechanismus zweier CRMs (Spermidin und Nikotinamin) mit Hilfe einer breiten Auswahl neuester Methoden. Als Versuchsobjekt dient ein Rattenmodell mit metabolischem Syndrom. In einer Geschlechts-spezifischen, korrelativen Analyse werden molekulare Parameter mit solchen der diastolischen Funktion im Tiermodell und in Patientenherzen verglichen. So könnten neue diagnostische und prognostische Ansätzen in der HFpEF-Behandlung eröffnet werden. Die Ergebnisse sollen bei zukünftigen klinischen Studien helfen, das Potenzial einer CRM-reichen Diät als HFpEF-Therapie zu untersuchen.

Das Vorhaben ist ein Teil des transnationalen Verbunds „MINOTAUR“ mit einem portugiesischen, spanischen, französischen und einem schweizerischen Partner. Es wird durch einen österreichischen Partner koordiniert. Mit der Fördermaßnahme wird das Ziel verfolgt, sich ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammenzuführen. Durch kooperative Forschungsansätze sollen Fortschritte bei Prävention, Diagnose und Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen erzielt werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen sind.

Teilprojekte

Metabolische Therapie zur Behandlung der Diastolischen Herzinsuffizienz

Förderkennzeichen: 01KL1703
Gesamte Fördersumme: 299.978 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Linke
Adresse: Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Medizinische Fakultät, Institut für Physiologie II, Vegetative Physiologie
Robert-Koch-Str. 27b
48149 Münster

Metabolische Therapie zur Behandlung der Diastolischen Herzinsuffizienz

Für die Herzinsuffizienz mit normaler Auswurffraktion (HFpEF) gibt es derzeit keine Therapie. MINOTAUR ist ein multidisziplinäres Konsortium, das neue Wege in der Behandlung von HFpEF sucht, indem der Einfluss von natürlich vorkommenden Kalorien-Restriktionsmimetika (CRM) auf die diastolische Herzfunktion getestet wird. MINOTAUR untersucht die Mechanismen der Wirkung von zwei CRMs (Spermidin und Nikotinamin) in einem HFpEF-Rattenmodell mit metabolischem Syndrom unter Einsatz einer breiten Auswahl neuester Methoden. Eine Geschlechts-spezifische korrelative Analyse von molekularen Parametern (z.B. CRM-Levels und posttranslationale Modifizierungen des elastischen Titinproteins) mit Parametern der diastolischen Funktion im Tiermodell und in Patientenherzen soll neuen diagnostischen und prognostischen Ansätzen in der HFpEF-Behandlung den Weg ebnen. Die Ergebnisse sollen zukünftigen klinischen Studien helfen, die das Potenzial einer CRM-reichen Diät als effektive Therapie in HFpEF ergründen. Das Vorhaben ist ein Teil des transnationalen Verbunds MINOTAUR mit einem portugisischen, spanischen, französischen, schweizer Partner und wird durch einen Österreicher Koordiniert.