Teilprojekt eines Verbundes

Die lokale Immunmodulation von Atherosklerose mittels CD8+ T-Zell-basierter Nanomedizin

Förderkennzeichen: 01KL1908
Fördersumme: 285.356 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: PhD Remco Megens
Adresse: Klinikum der Universität München, Campus Innenstadt, Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten
Pettenkoferstr. 9
80336 München

Arteriosklerose ist ein grundlegendes Krankheitsbild von Kardiovaskulären Krankheiten und eine Hauptursache für unerwünschte kardiovaskuläre Vorfälle (MACE). Chronische Entzündungen treiben das Wachstum und die Destabilisierung der arteriosklerotischen Plaques voran. Klinische Versuche, die die systemische Verabreichung von entzündungshemmenden Medikamenten untersuchen, zeigen einen vielversprechenden Rückgang von MACE, im Austausch für eine systemische Unterdrückung des Immunsystems. Ein besseres Verständnis des lokalen Entzündungsprozesses in Läsionen und ein gezielter Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten, ermöglichen einen lokalen Eingriff ohne die systemische Unterdrückung des Immunsystems. Die Daten deuten darauf hin, das CD8+ T-Zellen sich innerhalb der arteriosklerotischen Läsion ansammeln, sich signifikant von deren Gegenstücken im Blutkreislauf unterscheiden und einen lokalen entzündungshemmenden Einfluss haben. Es werden hochmoderne Methoden verwendet, wie zum Beispiel Massenzytometrie, Optoakustische-, Optischen nanoskopie, und Multiphotonen Mikroskopie in humanen Plaques um CD8+ T-Zellen und ihre Wechselwirkung mit Schaumzellen zu untersuchen und ihre schützenden Signalwege zu erkennen, die einen therapeutischen Eingriff ermöglichen. Am wichtigsten ist dabei, dass die aktuellen Ergebnisse darauf hindeuten, das CD8+ T-Zellen sich schnell in der Läsion ansammeln. Daher wird beabsichtigt, CD8+ T-Zellen als Transportmittel, für das lokale Einbringen von Medikamenten in die Läsion zu verwenden, indem sie ex-vivo mit dem entzündungshemmenden Rapamycin beladen werden, das in Liposomen verkapselt wurde. Es wird davon ausgegangen, dass dieses Projekt neue mechanistische Einblicke in lokale Entzündungssignalwege gibt und neue, gezielte Strategien zur Bildgebung und Stabilisierung von arteriosklerotischen Läsionen durch pharmakologisches Eingreifen ermöglicht.