Teilprojekt eines Verbundes

Untersuchung des kardialen "Interaktoms" und dessen Einfluss auf die Elektrophysiologie bei Herz-Rhythmusstörungen.

Förderkennzeichen: 01KL1910
Fördersumme: 298.207 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Dr. Sebastian Clauß
Adresse: Klinikum der Universität München - Campus Großhadern - Medizinische Klinik und Poliklinik I
Marchioninistr. 15
81377 München

Herz-Rhythmusstörungen sind häufig, betreffen Millionen von Menschen weltweit und stellen eine wesentliche Herausforderung an das Gesundheitssystem dar, da sie mit signifikanter Zunahme an Morbidität und Mortalität assoziiert sind. So sind Arrhythmien beispielsweise eine wesentliche Ursache für den "Plötzlichen Herztod." Die zugrundeliegenden Mechanismen sind nur unzureichend bekannt, so dass die derzeitigen Therapien lediglich symptomatisch sind ohne kausale Faktoren zu addressieren. Ebenso sind die aktuellen Therapien teilweise unzureichend effektiv und darüber hinaus mit umfangreichen Nebenwirkungen verbunden. Eine Verbesserung der aktuellen Versorgungssituation durch Etablierung neuartiger auf kausale Mechanismen abgestimmte Therapien ist daher zwingend erforderlich. Bisherige Untersuchungen waren meist auf die Herzmuskelzelle (Kardiomyozyt) fokussiert, es gibt jedoch zahlreiche Hinweise, dass auch andere Zelltypen, andere Kompartimente im Herzen, oder gar außerhalb des Herzens gelegene Strukturen einen Einfluss auf die Elektrophysiologie haben. Das vorliegende Vorhaben fokussiert sich daher auf die Untersuchung der Interaktionen zwischen verschiedenen Zelltypen, Zellkompartimenten und extrakardialen Strukturen, d.h. auf das sog. "Interaktom" und dessen Einfluss auf die Elektrophysiologie.