Fördermaßnahme

E-RARE

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2007, 2009, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017
Förderzeitraum: 2008 - 2021
Gesamte Fördersumme: bis zu 27 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 75

Ziele der Förderschwerpunkts

Das Gebiet der seltenen Erkrankungen ist eines der Forschungsfelder, die von einer koordinierten internationalen Zusammenarbeit besonders profitieren können. Das liegt sowohl an der jeweils kleinen Zahl von betroffenen Patienten als auch an der national unterschiedlich ausgeprägten Forschungsexpertise für die einzelnen seltenen Erkrankungen. Daher beteiligt sich das BMBF seit 2006 an der ERA-Net Initiative "E-Rare". Die Zusammenarbeit wurde 2010 in E-Rare-2 weitergeführt; die dritte Phase von E-Rare hat im Dezember 2014 begonnen und wird über 5 Jahre unter dem ERA-Cofund-Mechanismus von der EU gefördert. An E-Rare-3 beteiligen sich 23 Forschungsförderer aus 17 Ländern: Österreich, Belgien, Kanada, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Israel, Italien, Lettland, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweiz, Niederlande, Türkei sowie Deutschland mit Beteiligung des BMBF und der DFG.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Informationen über die Erforschung seltener Erkrankungen in diesen Ländern zusammengetragen, um sich strategisch abzustimmen und schließlich grenzüberschreitende internationale Forschungsprojekte zu fördern. Mit den Fördermaßnahmen wird das Ziel verfolgt, sich ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammenzuführen. Durch gemeinsame Forschungsansätze sollen Fortschritte bei der Diagnose und Therapie seltener Krankheiten realisiert werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen wären.

Stand der Fördermaßnahme

Bisher wurden acht gemeinsame Bekanntmachungen durchgeführt (2007, 2009, 2011, 2012, 2013, 2014, 20152016 und 2017), auf die sich internationale Forschungskonsortien aus den beteiligten Ländern bewerben konnten. Bislang wurden 106 Projekte mit rund 87 Mio. € finanziert. Das BMBF fördert die Beteiligung von deutschen Wissenschaftlern an 75 dieser transnationalen Projekte mit rund 27 Mio. €. Eine neue Bekanntmachung wurde im Januar 2018 publiziert.