Verbund

DPem - eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit einer adjuvanten Therapie mit Dimethylfumarat bei Patienten mit bullösem Pemphigoid

Das bullöse Pemphigoid ist eine seltene entzündliche Hauterkrankung. Sie tritt im höheren Lebensalter auf. Die gesamte Haut ist gerötet und voller Blasen; die Patientinnen und Patienten leiden außerdem unter schwerem Juckreiz. Die Sterblichkeit ist um mehr als das doppelte erhöht.

Die bisherige Therapie basiert auf einer Gabe von Kortison. Diese bringt die Symptome zwar zum Abklingen, bei der Hälfte der Patientinnen und Patienten kehren sie aber anschließend zurück. Neue Kortisongaben werden notwendig, deren dauerhafte Anwendung regelmäßig zu schweren, zum Teil lebensbedrohlichen Nebenwirkungen führt. Daher werden dringend neue Therapiekonzepte für diese Patientengruppe benötigt.

Dimethylfumarat (DMF) ist ein bisher für Schuppenflechte und Multiple Sklerose zugelassenes Medikament. In Zellkultur- und Tiermodellen, die Aspekte der bullösen Pemphigoid Erkrankung abbilden, konnten bereits therapeutische Effekte von DMF gezeigt werden. So konnte der Wirkstoff die Aktivierung krankheitsrelevanter weißer Blutkörperchen blockieren und bei erkrankten Mäusen das Krankheitsbild verbessern. Es gibt zudem Hinweise, dass die Erkrankung bei Absetzen des Medikaments nicht wieder zurückkehren wird.

Die klinische Studie DPem soll erstmalig die Wirksamkeit und Sicherheit einer Therapie mit DMF in Hinblick auf die Häufigkeit des Wiederauftretens der Symptome und das Überleben der Patientinnen und Patienten mit bullösem Pemphigoid untersuchen und nachweisen. Die Studie soll randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert durchgeführt werden. DMF soll zusätzlich zu einer Kortisontherapie eingesetzt werden, so dass es nach Absetzen des Kortisons nicht mehr zu einem Wiederauftreten der Symptome kommt.

Bei positivem Verlauf der Studie stünde ein sicheres und effektives Medikament zur längerfristigen Behandlung der Patientinnen und Patienten zur Verfügung.

Im Verbund arbeiten Arbeitsgruppen aus vier Ländern gemeinsam an der Lösung der Forschungsfrage. Mit den Fördermaßnahmen wird das Ziel verfolgt, ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammenzuführen. Durch kooperative Forschungsansätze sollen Fortschritte bei der Therapie seltener Krankheiten ermöglicht werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen wären.

Teilprojekte

DPem - eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit einer adjuvanten Therapie mit Dimethylfumarat bei Patienten mit bullösem Pemphigoid

Förderkennzeichen: 01GM1701A
Gesamte Fördersumme: 344.963 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Ralf Ludwig
Adresse: Universität zu Lübeck, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübecker Institut für experimentelle Dermatologie (LIED)
Ratzeburger Allee 160
23562 Lübeck

DPem - eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit einer adjuvanten Therapie mit Dimethylfumarat bei Patienten mit bullösem Pemphigoid

Das bullöse Pemphigoid ist eine seltene, aber schwere Hauterkrankung, die durch eine gegen bestimmte Proteine in der Haut gerichtete, fehlgeleitete Immunantwort verursacht wird. Hierdurch kommt es bei den meist älteren Patienten zu einer Entzündung und einer blasigen Ablösung der Haut. Die Patienten leiden unter Juckreiz und die Sterblichkeit ist um mehr als das doppelte erhöht. Eine Therapie mit Kortison (Steroide), welches entweder auf die Haut aufgetragen wird, oder als Tablette eingenommen werden kann, führt fast immer zur Abheilung. Jedoch kommt es bei fast der Hälfte der Patienten nach Absetzen zu einem erneuten Auftreten der Erkrankung. Dies bedingt eine dauerhafte Therapie mit Kortison, welches regelhaft zu schweren, zum Teil lebensbedrohlichen Nebenwirkungen führt. Daher werden dringend neue Therapiekonzepte für Patienten mit bullösem Pemphigoid benötigt. In Zellkultur und Tiermodellen, die wesentliche Aspekte der Krankheitsentstehung bei bullösem Pemphigoid abbilden, konnte bereits gezeigt werden, dass der Wirkstoff Dimethylfumarat (DMF) die Entzündung inhibieren kann. In einem therapeutischen Ansatz führte die Gabe von DMF zu einer Verbesserung der Erkrankung in Mäusen. DMF ist in Deutschland zur Behandlung der Schuppenflechte und weltweit zur Therapie der multiplen Sklerose zugelassen. Bisher wurde DMF noch nie in Patienten mit bullösem Pemphigoid angewendet, ist jedoch aufgrund der prä-klinischen Daten sehr vielversprechend.

DPem- Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit einer adjuvanten Therapie mit Dimethylfumarat bei Patienten mit bullösem Pemphigoid

Förderkennzeichen: 01GM1701B
Gesamte Fördersumme: 815.234 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Christina Schwitlick
Adresse: Immungenetics AG, Niederlassung Lübeck
Maria-Goeppert-Str. 1
23562 Lübeck

DPem- Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit einer adjuvanten Therapie mit Dimethylfumarat bei Patienten mit bullösem Pemphigoid

Das bullöse Pemphigoid ist eine seltene, aber schwere Hauterkrankung, die durch eine, gegen bestimmte Proteine in der Haut gerichtete, fehlgeleitete Immunantwort verursacht wird. Hierdurch kommt es bei den meist älteren Patienten zu einer Entzündung und einer blasigen Ablösung der Haut. Die Patienten leiden unter Juckreiz und die Sterblichkeit ist um mehr als das doppelte erhöht. Eine Therapie mit Kortison (Steroide), welches entweder auf die Haut aufgetragen wird, oder als Tablette eingenommen werden kann, führt fast immer zur Abheilung. Jedoch kommt es bei fast der Hälfte der Patienten nach Absetzen zu einem erneuten Auftreten der Erkrankung. Dies bedingt eine dauerhafte Therapie mit Kortison, welches regelhaft zu schweren, zum Teil lebensbedrohlichen Nebenwirkungen führt. Daher werden dringend neue Therapiekonzepte für Patienten mit bullösem Pemphigoid benötigt. In Zellkultur und Tiermodellen, die wesentliche Aspekte der Krankheitsentstehung abbilden, konnte gezeigt werden, dass der Wirkstoff Dimethylfumarat (DMF) die Entzündung inhibieren kann. In einem therapeutischen Ansatz führte die Gabe von DMF zu einer Verbesserung der Erkrankung in Mäusen. DMF ist in Deutschland zur Behandlung der Schuppenflechte und weltweit zur Therapie der multiplen Sklerose zugelassen. Bisher wurde DMF noch nie in Patienten mit bullösem Pemphigoid angewendet. Basierend auf diesen präklinischen Ergebnissen ist eine randomisierte, doppel-blinde und placebokontrollierte klinische Studie zur Evaluierung der Wirksamkeit und Sicherheit von adjuvanter DMF Behandlung auf die Rezidivrate bei Patienten mit bullösem Pemphigoid geplant.