Verbund

SMITH - Medizininformatik-Konsortium

Innovative IT-Lösungen können entscheidend dazu beitragen, die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Täglich werden unzählige Daten in Kliniken, Arztpraxen und in der Forschung erhoben. Diese werden derzeit jedoch noch unzureichend genutzt, da die Datenformate und auch die IT-Systeme der Kliniken oft nicht zusammenpassen.

Das BMBF setzt hier mit dem Förderkonzept Medizininformatik an. Dessen Ziel ist es, einheitliche Systeme zu schaffen, die das Wissen aus der Krankenversorgung und der Forschung zusammenführen können. Kernelemente sind hierbei der Aufbau und die Vernetzung von Datenintegrationszentren an den Universitätskliniken sowie die Entwicklung intelligenter IT-Lösungen für spezifische Anwendungsfälle.

Im Konsortium SMITH etablieren die Universitätsstandorte Leipzig, Jena und Aachen Datenintegrationszentren, die eine institutionen- und standortübergreifende Nutzung elektronischer Gesundheitsdaten ermöglichen. Zusammen mit akademischen Partnern und Industriepartnern werden innovative datenanalytische Werkzeuge entwickelt, um aus Patientenakten automatisiert medizinische Informationen zu gewinnen. Die IT-Lösungen sollen zukünftig z.B. den Zustand von Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen automatisiert überwachen und ein schnelleres therapeutisches Eingreifen zu ermöglichen. Ein anderes Anwendungsbeispiel ist ein computerbasiertes Entscheidungshilfesystem, dass Ärztinnen und Ärzte beim leitliniengerechten Einsatz von Antibiotika unterstützt, damit bakterielle Infektionen gezielter bekämpft und Antibiotikaresistenzen vermieden werden können. Die in SMITH entwickelten Lösungen und Services sollen weiteren Partnern über einen gesicherten Datenraum bereitgestellt werden. Hierfür entwickelt das Konsortium die Plattform „Marketplace“ in Anlehnung an den bereits in anderen Bereichen erprobten „Industrial Market Place“.

Langfristiges Ziel des Förderkonzeptes ist es, ein leistungsfähigeres, digital vernetztes Gesundheitssystem zu schaffen, das Ärzte, Therapeuten und Patienten dabei unterstützt, Krankheiten besser und früher zu erkennen und die für jede Einzelperson bestmögliche Therapie zu finden.

Teilprojekte

Beitrag Universität Leipzig

Förderkennzeichen: 01ZZ1803A
Gesamte Fördersumme: 4.292.592 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Markus Löffler
Adresse: Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)
Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Beitrag Universität Leipzig

Ziel von SMITH ist es, eine Kultur der interdisziplinären Kooperation, der qualitätsgesicherten, strukturierten medizinischen Dokumentation sowie der deutschlandweiten Verfügbarmachung von Fachwissen und Forschungsergebnissen nachhaltig zu stärken. Hierfür arbeiten in SMITH klinische, epidemiologische und system-medizinische Forscher, Medizininformatiker und die Abteilungen für Informationstechnologie der drei Universitätskliniken eng mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industriepartnern zusammen. Die Universität Leipzig (UL) entwickelt gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Leipzig (UKL) die IT-Infrastruktur technisch so weiter, dass eine Verknüpfung von Informationssystemen von Versorgung und Forschung entsteht. Der praktische Datenaustausch, die Funktionsfähigkeit und Effektivität der Datenintegrationszentren (DIZ) wird in zwei klinischen und einem methodischen Use Case gezeigt. Der methodische Use Case zu Phenotypisierung und Natural Language Processing (PheP/NLP) wird an der UL federführend bearbeitet. Um die Medizininformatik in Forschung und Lehre weiter zu stärken, sind die Etablierung neuer Professuren und ein umfangreicher, strukturierter Ausbau von Angeboten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung geplant. Die Kooperation der Partner in verschiedenen Bereichen, wie Datenhaltung und -austausch, technische Umsetzung der DIZ sowie in der Lehre dient dem übergeordnetes Ziel, die klinische Forschung und die auf deren Ergebnissen beruhende Patientenversorgung in ganz Deutschland nachhaltig zu verbessern. Mit der Einrichtung der Geschäftsstelle des SMITH-Konsortiums an der Medizinischen Fakultät der UL wird eine Einrichtung geschaffen, die die Ziele des Konsortiums vollumfänglich unterstützt und wesentliche Aufgaben in Organisation, Koordination und Controlling im Konsortium übernimmt.

Beitrag Universitätsklinikum Aachen

Förderkennzeichen: 01ZZ1803B
Gesamte Fördersumme: 10.768.447 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Gernot Marx
Adresse: Universitätsklinikum Aachen, Klinik für operative Intensivmedizin
Pauwelsstr. 30
52074 Aachen

Beitrag Universitätsklinikum Aachen

Das Konsortium SMITH zielt im Kontext von Medizininformatik darauf ab, eine einrichtungsübergreifende Vernetzung zum Austausch von Forschungs- und Versorgungsdaten zwischen den Konsortialstandorten und über das Konsortium hinaus zu entwickeln. Als übergeordnetes Ziel will das Projekt die klinische Forschung und die auf deren Ergebnissen beruhende Versorgung von Patientinnen und Patienten in Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland nachhaltig verbessern. Am Universitätsklinikum Aachen werden hierfür die semantische Kompatibilität der unterschiedlichen Datenströme untersucht, um diese in Relation zueinander setzen zu können. Zusätzlich wird die Dynamik der neu erzeugten vernetzten Medizinsysteme analysiert, um durch das erlangte modellhafte Verständnis einen Mehrwert in der Patientenversorgung erzeugen zu können.

Beitrag Universitätsklinikum Jena

Förderkennzeichen: 01ZZ1803C
Gesamte Fördersumme: 7.763.365 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. André Scherag
Adresse: Universitätsklinikum Jena, Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation
Bachstr. 18
07743 Jena

Beitrag Universitätsklinikum Jena

Ziel von SMITH ist es, eine Kultur der interdisziplinären Kooperation, der qualitätsgesicherten, strukturierten medizinischen Dokumentation sowie der deutschlandweiten Verfügbarmachung von Fachwissen und Forschungsergebnissen nachhaltig zu stärken. Hierfür arbeiten in SMITH klinische, epidemiologische und system-medizinische Forscher, Medizininformatiker und die Abteilungen für Informationstechnologie der drei Universitätskliniken eng mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industriepartnern zusammen. Am Universitätsklinikum Jena (UKJ) wird die IT-Infrastruktur so weiterentwickelt, dass medizinische Routinedaten der Forschung zugänglich und rückwirkend u.a. für Alarmierungssysteme bereitgestellt werden. Das zu etablierende Datenintegrationszentrum (DIZ) soll Daten und Dokumente für die Aufbereitung und Analyse mit international standardisierten Kommunikations- und Sicherheitsverfahren (IHE, HL7 CDA, FHIR etc.) vorhalten und einrichtungsübergreifend austauschbar machen. Die Funktionsfähigkeit des DIZ wird anhand von Anwendungsfällen (Use Cases) in einem Audit nachgewiesen. Um die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fachpersonal zu stärken, sind die Etablierung neuer Professuren und der Ausbau von Lehrangeboten geplant.

Beitrag Universitätsklinikum Leipzig

Förderkennzeichen: 01ZZ1803D
Gesamte Fördersumme: 5.414.344 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Thomas Wendt
Adresse: Universitätsklinikum Leipzig
Liebigstr. 18
04103 Leipzig

Beitrag Universitätsklinikum Leipzig

Im Rahmen des Konsortiums SMITH soll am Universitätsklinikum Leipzig sowie an den weiteren beteiligten Universitätsklinika ein Datenintegrationszentrum (DIZ) aufgebaut werden. Das DIZ stellt Daten aus der Patientenversorgung für die Forschung und umgekehrt zur Verfügung. Zu jedem DIZ gehören dabei sowohl technische Werkzeuge als auch organisatorische Regelungen zur Entgegennahme von Anträgen auf Datenbereitstellung, Prüfung auf Zulässigkeit der Datenweitergabe, Aufbereitung und Bereitstellung der Daten und allgemeinen und spezifischen Auswertung von Daten. Dabei kooperieren im SMITH-Konsortium die beteiligten Universitätsklinika, die jeweils assoziierten Universitäten sowie Partnerunternehmen. Durch eine Orientierung des Projektes an den Vorgaben des Nationalen Steuerungsgremiums (NSG) und an den innerhalb SMITH definierten Use Cases wird die Anwendbarkeit der entwickelten Lösungen sichergestellt.

Beitrag März Internetwork Services AG

Förderkennzeichen: 01ZZ1803E
Gesamte Fördersumme: 3.396.439 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Kevin Abramczyk
Adresse: März Internetwork Services AG
Heinz-Bäcker-Str. 9
45356 Essen

Beitrag März Internetwork Services AG

Das SMITH-Konsortium widmet sich der Entwicklung eines innovativen und integrativen medizininformatischen Frameworks, um die höchste Verfügbarkeit von Daten und Kenntnisständen für Ärztinnen und Ärzte zu ermöglichen. Hierdurch soll die innovative Nutzung von Gesundheitsdaten für die Forschung und die Behandlungsoptimierung ermöglicht werden. Dieses Framework soll mit bestehenden technischen Standards bundesweit und skalierbar aufgebaut werden. In den ersten Schritten ein Austausch diskreter und strukturierter Daten zwischen den Partnern des Konsortiums erfolgen. Nachfolgend ist geplant, dass weitere Einrichtungen angeschlossen werden und das Netzwerk so stetig weiterwächst. In den Universitätskliniken des Konsortiums, die für die Patientenversorgung verantwortlich sind, wird jeweils ein Datenintegrationszentrum (DIZ) etabliert. Diese sind für das Datenmanagement, den Daten-Treuhand-Service, das Informationsmanagement und die IT-Servicearchitektur verantwortlich. Alle drei DIZ werden in einem engen Rahmen mit identischen Workflows, Prozessen und Werkzeugen agieren. Darüber hinaus wird ein gemeinsames Qualitätsmanagement eingerichtet. Das Vorhaben der März Internetwork Services AG orientiert sich an der Initiative IHE (Integrating the Healthcare Enterprise), welche international einen de-facto-Standard beschreibt und den Datenaustausch zwischen IT-Systemen innerhalb des Gesundheitswesens zu homogenisieren sucht. Das Vorhaben konzentriert sich auf die gemeinsame Entwicklung der Interoperabilitätsplattform zur Implementierung zentraler Dienste auf Basis von IHE Profilen. Jedes Informationssystem des Konsortiums wird als IHE XDS Affinity Domain zusammengefasst und entsprechend benötigte IHE Profile implementieren. Die Affinity Domains der Partner werden auf der Grundlage des IHE PIX, verantwortlich für das Ma-nagement der einrichtungsübergreifenden Patienten-ID und IHE XCA, welches den einrichtungsüber-greifenden Dokumentenaustausch mittels CDA ermöglicht, aufgebaut.

Beitrag SAP SE

Förderkennzeichen: 01ZZ1803F
Gesamte Fördersumme: 1.993.277 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Gero Lurz
Adresse: SAP SE
Dietmar-Hopp-Allee 16
69190 Walldorf

Beitrag SAP SE

Das hier beschriebene Teilvorhaben (SAP) hat zwei übergeordnete Ziele: Erstens, die Etablierung des Datenintegrationszentrums (DIZ) Aachen basierend auf der SAP Connected Health Plattform inklusive der Datenanalyse im Forschungskontext basierend auf SAP Medical Research Insights. Zweitens, die Erforschung und prototypische Implementierung eines SMITH Marktplatz-Systems zur Vernetzung der Konsortialpartner. Das Marktplatz-System stellt hierbei die zentrale Anlaufstelle für Forschungsgruppen auf der Suche nach Datensätzen zur Validierung ihrer Forschungsansätze dar und ermöglicht es dem Konsortium auf schnelle und einfache Weise die daraus entstehenden Anfragen zu begutachten und freizugeben. Die prototypische Implementierung des Health Data Repositories wird auf der SAP Connected Health Plattform basieren und nach heutiger Planung als Cloud Lösung realisiert. Dieses Health Data Repository erhält eine dem HL7 FHIR Standard genügende Schnittstelle, die als Grundlage für die Kommunikation mit der zentralen Data Integration Engine (DIE) dient, die von der Firma März Internetwork Services AG in das Projekt eingebracht wird. Interoperabilität gemäß IHE Integrationsprofilen wird durch die DIE sichergestellt. Am Standort Aachen werden zumindest für einen Übergangszeitraum Use Case bezogen auch Daten aus lokalen Quellsystemen basierend auf proprietären Schnittstellen direkt in das Health Data Repository geladen, um Nachteile im Projektfortschritt durch eine voraussichtlich zeitaufwendige Standardisierung aller relevanten Daten zu vermeiden. Neben der Integration der Daten ist es notwendig diese in geeigneter Form für die medizinischen Forscher, Ärzte und das klinisches Personal für analytische Zwecke zugänglich zu machen. SAP trägt hierzu mit dem Produkt SAP Medical Research Insights bei.

Beitrag Universität Jena

Förderkennzeichen: 01ZZ1803G
Gesamte Fördersumme: 1.178.044 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Udo Hahn
Adresse: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Philosophische Fakultät, Institut für Germanistische Sprachwissenschaften, Lehrstuhl für Computerlinguistik
Fürstengraben 30
07743 Jena

Beitrag Universität Jena

Die Friedrich-Schiller Universität Jena (JULIE Lab) entwickelt zusammen mit den Industriepartnern Averbis GmbH und ID GmbH & Co. KGaA Berlin die Textanalytik-Infrastruktur, um mit Methoden der Informationsextraktion Inhalte aus unstrukturierten Daten, im Wesentichen sind dies klinische Dokumente, automatisch zu extrahieren (Clinical Text Analytics Processor, ClinTAP) und als Natural Language Processing (NLP) Factory in die "Phenotype Pipeline (PheP)" einzupassen. Die PheP bildet den Kern des SMITH-Daten und des Wissensmanagements sowie eine technische Basis für die klinischen Anwendungsfälle.

Beitrag Averbis GMBH

Förderkennzeichen: 01ZZ1803H
Gesamte Fördersumme: 874.112 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Philipp Daumke
Adresse: Averbis GmbH
Tennenbacher Str. 11
79106 Freiburg

Beitrag Averbis GMBH

Das SMITH-Konsortium hat das Ziel, eine innovative Struktur zur einrichtungsübergreifenden Vernetzung und dem Austausch von Forschungs- und Versorgungsdaten zwischen den SMITH-Standorten und über das Konsortium hinaus zu entwickeln. Hierdurch soll die klinische Forschung und die auf deren Ergebnissen beruhende Versorgung von Patienten in Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland nachhaltig verbessert werden. Averbis wird sich in diesem Teilprojekt um die Implementierung von Werkzeugen zur Analyse unstrukturierter medizinischer Daten kümmern. Diese sind in Krankenhäusern in großer Zahl zu finden, beispielsweise in Form von Arztbriefen oder Pathologieberichten. Sie enthalten eine Vielzahl relevanter klinischer Informationen über Patienten, wie Diagnosen, Symptome, medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungen, Laborwerte und Morphologie-, Topographie- und TNM (Tumour-Node-Metastasis)-Angaben für Tumoren. Um diese Informationen in den geplanten Datenintegrationszentren (DIZ) für eine verbesserte Krankenversorgung und Forschung einsetzen zu können, müssen sie in hoher Qualität aus den Freitexten extrahiert, semantisch annotiert und strukturiert abgelegt werden. Zur praktischen Demonstration des Datenaustauschs wird in drei Anwendungsfällen ("Antibiotic Stewardship (HELP)”, algorithmische Surveillance intensivmedizinisch versorgter Patienten (ASIC) und einer Phänotypisierungsplattform (PheP)) die Funktionsfähigkeit und Effektivität der Datenintegrationszentren nachgewiesen.

Beitrag Bayer AG

Förderkennzeichen: 01ZZ1803I
Gesamte Fördersumme: 802.274 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Jörg Lippert
Adresse: Bayer Aktiengesellschaft, Drug Discovery Pharmaceuticals, Clinical Pharmacometrics

Beitrag Bayer AG

Der Use Case "ASIC" zielt auf die Entwicklung eines modellbasierten Monitoring-Systems für die Überwachung und Behandlung von Patienten auf Intensivstationen ab. Daten aus dem Patientendatenmanagementsystem (PDMS) sollen kontinuierlich mittels Computermodellen analysiert und der Zustand kritisch kranker Patienten jederzeit verlässlich überwacht werden. Relevante Veränderungen des Patientenzustands sollen so früh erkannt und durch Alarm dem medizinischen Personal zur Kenntnis gebracht werden. Im Ergebnis soll ein schnelles diagnostisches und therapeutisches Eingreifen ermöglicht werden. Als Grundlage für die Datenanalyse soll das gesamte Spektrum an Computer-basierten Modellen verwendet werden, von abstrakten datengetriebenen Klassifikations- und Regressionsmodellen bis zu detaillierten mechanistischen, Physiologie-basierten Modellen, sogenannten "Virtuellen Patienten". Unabhängig vom Modelltyp müssen Parameter der Modelle in Echtzeit an individuellen Patientendaten, die im PDMS verfügbar werden, angepasst und zur Detektion relevanter klinischer Veränderungen angewendet werden. Im Use Case ASIC werden die Computermodelle entwickelt und auf der High-Performance-Computing Plattform des Forschungszentrums Jülich (FZJ) an Daten angepasst und ausgewertet. Die Ergebnisse werden dem behandelnden medizinischen Personal zur Verfügung gestellt.

Beitrag Fraunhofer-Gesellschaft

Förderkennzeichen: 01ZZ1803J
Gesamte Fördersumme: 788.190 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Sven Meister
Adresse: Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST)
Emil-Figge-Str. 91
44227 Dortmund

Beitrag Fraunhofer-Gesellschaft

Im Fokus des Teilvorhabens des Fraunhofer Institutes für Software- und Systemtechnik (ISST) steht der SMITH-Market Place (SMP). Dieser erlaubt den Vertragsschluss mit externen sowie internen Partnern zum Austausch von Daten sowie der Nutzung von Services. Der Aufbau solcher Vertragsbeziehungen sowie die Bereitstellung der Vertragsgegenstände (Daten, Apps, etc.) erfordert eine Betrachtung der Zugriffskontrolle, des Meterings oder auch der Inrechnungstellung und Preisgestaltung. Der SMP erlaubt die strukturierte Abfrage eines semantischen Metadaten-Speichers, um bedarfsgerechte Datenquellen zu identifizieren. Hierzu vermittelt ein zu entwickelnder sogenannter "Broker" zwischen dem Leistungssuchenden und dem Leistungsanbieter. Eine Übergangsstelle (Connector) sichert die Authentizität der vertraglich sich bindenden Entitäten sowie den sicheren Austausch. Der SMP wird auf konzeptionelle Vorarbeiten aus dem BMBF-geförderten Projekt Industrial Data Space (IDS) zurückgreifen.

Beitrag RWTH Aachen

Förderkennzeichen: 01ZZ1803K
Gesamte Fördersumme: 510.814 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. André Stollenwerk
Adresse: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Fakultät 1, Mathematik - Informatik - Naturwissenschaften, Fachgruppe Informatik, Lehrstuhl für Informatik 11
Ahornstr. 55
52074 Aachen

Beitrag RWTH Aachen

Das Konsortium SMITH will im Kontext der Medizininformatik eine einrichtungsübergreifende Vernetzung erzielen, um den Austausch von Forschungs- und Versorgungsdaten zwischen den Konsortialstandorten und über das Konsortium hinaus zu ermöglichen. Als übergeordnetes Ziel will das Vorhaben die klinische Forschung und die auf deren Ergebnissen beruhende Versorgung von Patienten in Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland nachhaltig verbessern. An der RWTH Aachen wird hierfür die semantische Kompatibilität der unterschiedlichen Datenströme geprüft, um diese in Relation zueinander setzen zu können. Zusätzlich wird die Dynamik der neu erzeugten vernetzten Medizinsysteme untersucht, um durch das erlangte modellhafte Verständnis einen Mehrwert in der Patientenversorgung erzeugen zu können.

Beitrag ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen GmbH & Co. KGaA

Förderkennzeichen: 01ZZ1803L
Gesamte Fördersumme: 453.936 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Daniel Diekmann
Adresse: ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen GmbH & Co. KG aA
Platz vor dem Neuen Tor 2
10115 Berlin

Beitrag ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen GmbH & Co. KGaA

SMITH bringt seine Kernkompetenzen in das SMITH Konsortium ein. Diese liegen u.a. im Management medizinischer Terminologien und deren Mapping auf alle relevanten Klassifikationen für Diagnosen, Prozeduren, Medikamente, Materialien und verwandte Themen sowie fachspezifische Ordnungssysteme. Mit ID MACS®-medical semantic network bietet ID Berlin über eine Ontologie, die medizinische Konzepte abbildet und über Relationen miteinander verbindet. Über den Terminologieserver ID LOGIK® werden Services sowohl für den Zugriff auf die Ontologie, als auch zur Verarbeitung von Freitexten zur Verfügung gestellt. Da die Ontologie durch eine Beschreibungslogik ausgedrückt werden kann, können beispielsweise Reasoner zur Erzeugung von Wissen angebunden werden. Auf Basis dieser Kernkompetenzen unterstützt iD Berlin im Konsortium die inhaltliche Konzeption, Implementierung und Evaluation des Health Data Space und die klinischen Use Cases ASIC und HELP. Im methodologischen Use Case Phenotyping Pipeline (PheP) übernimmt ID Berlin die Weiterverarbeitung der Natural Language Processing (NLP)-Ergebnisse und ermöglicht das Zusammenwirken der klinischen Use Cases als Nutzer der PheP. Da die Informationen aus dem Health Data Space für Anfragen von Anwendern aus dem SMITH Konsortium (Unikliniken Aachen, Jena, Leipzig) als auch von anderen Konsortien dienen sollen, werden sowohl "semantic services" zur Verfügung gestellt als auch Zugriffsmechanismen in IHE-Profilen etabliert.

Beitrag Forschungszentrum Jülich

Förderkennzeichen: 01ZZ1803M
Gesamte Fördersumme: 401.575 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Ing. Morris Riedel
Adresse: Forschungszentrum Jülich GmbH, Jülich Supercomputing Centre (JSC)
Wilhelm-Johnen-Str.
52428 Jülich

Beitrag Forschungszentrum Jülich

Das Konsortium SMITH will im Kontext der Medizininformatik eine einrichtungsübergreifende Vernetzung erzielen, um den Austausch von Forschungs- und Versorgungsdaten zwischen den Konsortialstandorten und über das Konsortium hinaus zu ermöglichen. Als übergeordnetes Ziel will das Vorhaben die klinische Forschung und die auf deren Ergebnissen beruhende Versorgung von Patienten in Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland nachhaltig verbessern. Das Forschungszentrum Jülich (FZJ) ist im Konsortium am klinischen Use-Case zur algorithmischen Überwachung von Intensivpatienten (ASIC) beteiligt. Das FZJ trägt durch den Einsatz von Hochleistungsrechnen (englisch "High Performance Computing" oder HPC) dazu bei virtuelle Patientenmodelle zu entwickeln auf deren Basis Krankheitsverläufe simuliert werden können.

Beitrag Universitätsklinikum Halle

Förderkennzeichen: 01ZZ1803N
Gesamte Fördersumme: 231.862 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Thomas Klöss
Adresse: Universitätsklinikum Halle
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle

Beitrag Universitätsklinikum Halle

Eine prototypische Umsetzung des Rollouts auf weitere Krankenhäuser wird mit der Anbindung des Universitätsklinikums Halle (Saale) erfolgen. Am Universitätsklinikum Halle wird auf Basis des SMITH-Referenzmodells ein Datenintegrationszentrum etabliert und die Interoperabilität mit weiteren, verbreiteten Informationssystemen (ORBIS der Firma "Agfa Healthcare AG" auf Normalstationen und ICM der Firma "Drägerwerk AG & Co. KGaA" auf Intensivstationen) demonstriert.

Beitrag Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Förderkennzeichen: 01ZZ1803O
Gesamte Fördersumme: 2.665.854 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - Geschäftsbereich Informationstechnologie
Martinistr. 51
20251 Hamburg

Beitrag Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Ziel des SMITH Konsortiums ist die Etablierung von technischen Infrastrukturen, die den einrichtungsübergreifenden Austausch von Versorgungs- und Forschungsdaten möglich machen. Hierzu wird am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ein Datenintegrationszentrum (DIZ) aufgebaut. Über das DIZ werden die Versorgungsdaten - datenschutzrechtlich abgesichert - interessierten Wissenschaftler/innen zur Verfügung gestellt. Um den klinischen Nutzen der entwickelten technischen und regulatorischen Lösungen nachzuweisen, beteiligt sich das UKE an dem Use Case zur algorithmischen Überwachung von Intensivpatienten (ASIC) des SMITH Konsortiums. Mit Hilfe dieses Use Cases soll gezeigt werden, dass durch eine Analyse der Daten aus den Intensivstationen der beteiligten Universitätskliniken und darauf entwickelter neuer Versorgungsmodelle, die Überwachung und Behandlung von Intensivpatienten verbessert werden kann.

Beitrag Universitätsklinikum Essen

Förderkennzeichen: 01ZZ1803P
Gesamte Fördersumme: 2.662.534 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2019
Projektleitung: Dr. Anke Diehl
Adresse: Universitätsklinikum Essen - Zentrale Informationstechnik (ZIT)
Hufelandstr. 55
45147 Essen

Beitrag Universitätsklinikum Essen

Als SMITH Partner wird die Universitätsmedizin Essen (UME) ein Datenintegrationszentrum (DIZ) entsprechend dem generischen Konzept des Konsortiums aufbauen. Hierfür werden am UME die personellen, organisatorischen und infrastrukturellen Voraussetzungen etabliert. Das DIZ sorgt dafür, dass auf Basis offener Standards (IHE, HL7, FHIR) Daten zunächst innerhalb des SMITH-Konsortiums, später auch mit anderen Konsortien der Medizininformatik Initiative und darüber hinaus ausgetauscht werden können. Das UME wird sich in SMITH am Use Case zur Implementierung eines krankenhausweiten, auf elektronischen Patientenakten basierenden Entscheidungsunterstützungssystem zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse von Patienten mit Blutstrominfektionen (HELP) beteiligen. Hierdurch trägt das UME dazu bei neben der Staphylococcus aureus Bakteriämie auch für weitere Infektionen Übertherapien zu vermeiden und optimale, leitliniengerechte Behandlungen unter Schonung der Ressourcen zu entwickeln.

Beitrag Universität Bonn

Förderkennzeichen: 01ZZ1803Q
Gesamte Fördersumme: 2.507.432 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Matthias Schmid
Adresse: Universitätsklinikum Bonn (AÖR) - Institut für Medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie (IMBIE)
Siegmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Beitrag Universität Bonn

Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) wird ein Datenintegrationszentrum nach dem Konzept des SMITH Konsortiums aufbauen. Dieses soll es ermöglichen, Patientendaten besser für Forschungszwecke zugänglich zu machen und Forschungsdaten sinnvoller in die Patientenversorgung einzubinden. Als SMITH Partner wird sich das UKB am klinischen Anwendungsfall zum modell-basierten Monitoring von Intensivpatienten beteiligen (ASIC). Ziel ist es, computerbasierte Algorithmen für die Entscheidungsunterstützung in der Intensivmedizin bereitzustellen. Hierdurch soll zunächst die Leitlinienadhärenz in der Therapie von Patienten mit akuten Lungenversagen (ARDS) verbessert werden. Unter Nutzung der in den Datenintegrationszentren verfügbar gemachten Daten sollen im weiteren Verlauf neue Algorithmen entwickelt, kalibriert und schließlich validiert werden, die als Expertensystem den Arzt auf der Intensivstation unterstützen. Zentral in allen Projektschritten ist die klinische Evaluation der Effektivität der zur Verfügung gestellten Technologien.

Beitrag Universitätsmedizin Rostock

Förderkennzeichen: 01ZZ1803R
Gesamte Fördersumme: 268.603 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Thomas Dehne
Adresse: Universitätsmedizin Rostock - Dezernat IT
Rembrandtstr. 17a
18057 Rostock

Beitrag Universitätsmedizin Rostock

Das Universitätsklinikum Rostock (UMR) beteiligt sich als Vernetzungspartner am SMITH Konsortium. Das Klinikum ist sehr daran interessiert, sich an der Konzeptionierung eines übergreifenden Datenintegrationszentrums (DIZ) zu beteiligen. Ziel ist es, an der Entwicklung der IT-Lösungen mitzuarbeiten und in der Aufbau- und Vernetzungsphase alle Vorbereitungen und infrastrukturellen Voraussetzungen für den Aufbau eines Datenintegrationszentrums (DIZ) zu schaffen. Dabei geht es darum, wie die dafür notwendigen Daten strukturiert aus den bestehenden Systemen ausgeleitet werden können. Als eine Voraussetzung für die geplanten Vernetzungsstrukturen implementiert das UMR derzeit ein digitales IHE-Archiv mit einem entsprechenden IHE-Portal zum Austausch klinischer Daten mit Forschungsaspekten (IHE: Initiative von Herstellern und Anwendern zur Schaffung von Interoperabilität im Gesundheitswesen). Die Daten werden hierbei zum Teil strukturiert, gemäß CDA-level2 Standard für den Austausch und die Speicherung klinischer Inhalte aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) ausgeleitet. Im Hinblick auf die Anwendungsfälle des SMITH Konsortiums wird die digitale Datenerfassung in der Mikrobiologie und auf den Intensivstationen sehr stringent verfolgt.