Teilprojekt eines Verbundes

INTEGRative Multi-OMICs-Ansätze in iPSC-abgeleiteten 2D- und 3D-Modellen, um die Rolle des Immun- und Energiestoffwechsels im Zusammenhang mit Genen/-Wegen in der Amyotrophen Lateralsklerose aufzuklären

Förderkennzeichen: 01GM1913
Fördersumme: 439.062 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Michela Deleidi
Adresse: Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. - Standort Tübingen
Otfried-Müller-Str. 23
72076 Tübingen

Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine seltene Gruppe neurologischer Erkrankungen, die Patienten und ihre Familien massiv belastet und einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft hat. ALS zeichnet sich durch einen progressiven Verlust der oberen und unteren Motoneuronen (MN) aus, der sowohl durch zellautonome als auch nicht-autonome, weitgehend unbekannte Todesmechanismen verursacht wird. Diese Mechanismen zu verstehen, ist entscheidend für die Entwicklung neuer Arzneimittel, wie der aktuelle Mangel an wirksamen Therapien für ALS unterstreicht. Basierend auf früheren Daten, die einen starken Beweis für eine Schlüsselrolle für die Toxizität der Gliazellen während der MN-Pathologie zeigen, wird vermutet, dass Veränderungen in Immun- und Energiestoffwechsel-Genen/Wegen mit dem Risiko für ALS verbunden sind. Das Hauptziel ist es, die Rolle der Immun- und Zellstoffwechselsysteme in der ALS-Pathophysiologie, durch die Anwendung integrierter Multi-omics-Ansätze in krankheitsrelevanten ALS-Modellen, einschließlich der induzierten pluripotenten-Stammzellen (iPSC) 2D- (Zellkultur) und 3D-Modelle (Minihirn/Rückenmark) zu entschlüsseln.